Samstag, 1. November 2014

Drei Tipps für eine erfolgreiche betriebliche Weiterbildung - die musste ich mir anschauen.

Aktueller geht es kaum: am 01. November 2014 wird er publiziert, der Blogbeitrag, der uns 3 Tipps verspricht "to Make Employee Training and Development Program A Success", und nicht nur Tipps, sondern einen "sicheren Weg zum Erfolg".
Welche/r betriebliche Weiterbildner/-in würde da nicht hinschauen, gar wie unter Zwang den Link klicken.

  1. Assess Training Needs Using Mobile Devices lautet der erste Tipp. Auf mobile zu setzen ist immer gut in Anbetracht der vielen SmartPhones und Tablets, die in den Mitarbeitertaschen schlummern. Raus damit und für's Lernen genutzt kann da nur die Devise lauten. Doch im Tipp geht es nicht um mobile Learning, sondern darum, Training auf die Bedürfnisse der Lernenden anzupassen, und das über den Einsatz mobiler Endgeräte: "One way this can be done is through assessments, feedback or polls that can be delivered through mobile devices or desktops."
    Nun halte ich die Idee als solche für durchaus gelungen, die Idee nämlich, Mitarbeitende an der Entwicklung der Lern-Inhalte zu beteiligen, ob hier aber Umfragen oder Feedback eine Mitwirkung bedeuten, sei dahingestellt. In der betrieblichen Weiterbildungspraxis sind Feedback, hier und da Umfragen zu Training ja durchaus an der Tagesordnung, wenngleich nach erfolgtem Training. Ob eine Auswertung jedoch immer zur Optimierung des Trainings genutzt wird oder nicht nur zum bestätigenden Schulterklopfen "haben wir doch mit der Maßnahme richtig gelegen" ist interpretationsfähig.
    Als ein sicheres Erfolgskriterium wage ich diesen Einsatz von mobile Devices zu bezweifeln.
  2. Convert Existing ILT Material into E-learning Courses, und ganz verwegen behaupte ich: konvertieren trifft den Nagel auf den Kopf und ein lädierter Kopf führt nicht zum Erfolg: "One sure way to win is to use existing resources and repurpose them to create interactive online courses that resonate with the needs of employees." Denn bestehende Ressourcen zu nutzen erspare die Zeit, Neues zu sichten und zu sammeln. Stimmt, werden alle bestätigen, die sich in sozialen Netzwerken und der Nähe von Knowledge Sharing innerhalb und außerhalb des Unternehmens tummeln. Doch scheint es mir hier nicht um wirkliche Beteiligung, um Sharing zu gehen, wenn vorhandenes Wissen in einen E-Learning Kurs konvertiert wird. Datenbanken nach vorhandenem Wissen zu durchforsten mag ja durchaus sinnvoll sein, dieses Wissen jedoch in ein "E-Learning" herkömmlicher Natur zu packen und damit erneut in einen zwar aktualisierten, aber nicht minder statischen Zustand zu versetzen dürfte heutzutage schwerlich als Erfolgskriterium von den Mitarbeitenden verstanden werden.
  3. Use an LMS and Provide Multiple Options to Employees to Access Training mutet weniger als aktuelle denn als alte und überholte Empfehlung an. Die Mitarbeitenden verfügen über eine Fülle an Zugängen zu Training: YouTube, MOOCs, Foren, zunehmend Social Networking im Unternehmen und vieles mehr - die Mitarbeitenden benötigen kein LMS, weil sie ihr Lernen selbst managen wollen. "LMS also helps in collating results of assessments and understand to what extent learners have understood and benefitted from the program." Können wir mit einem LMS wirklich ermitteln, was Lernende verstanden haben? Meine Erfahrung hat dies nicht bestätigt, trotz aller chicken Daten, die sich so aus einem LMS generieren lassen. 


Hilfreich sind die Tipps hingegen schon; hilfreich für all diejenigen, die sich denn weiter als Trainierende, als Manager der Trainings anderer verstehen, wie es die Grafik, dem Blogbeitrag entnommen, so treffend verdeutlicht.


Ein Erfolg für die zunehmend vernetzt Lernenden? Lassen wir dies mal so stehen.

Dienstag, 7. Oktober 2014

#e20mooc mit der Frage der Woche: Diskussion der Social Media Tool Präferenzen

Wie nutzen Sie Social Media Tools für Social Business, so lautet die Frage, die mir per Mail zum MOOC ins Postfach rauschte. Da wurden doch Erinnerungen bei mir wach: hatte ich nicht schon mal etwas dazu geschrieben?

Genau, im WissensWert Blog Carnival war's, obwohl es dort mehr um Lernen ging, aber Lernen und Arbeiten sind eh schon lange bei mir verschmolzen. Im Jahr 2009 schrieb ich meine Gedanke zur Frage, warum ich twittere, nieder und stelle fest: hat sich bis heute nichts dran geändert. Und meine Antwort zu den besten "Apps for Learning" im Jahre 2010 katapultiert mich vier Jahre weiter ins Hier und Jetzt: Apps for Learning = Apps for Working = konsequenter weiterer Toolgebrauch, ob für Social Business, sei mal dahingestellt.

Doch: geht es hier "nur" um den Gebrauch von Tools, den von Social Media Tools gar? Zum Glück hat mich früher niemand gefragt, sag mal, warum nutzt Du eigentlich Papier und Bleistift, später Schreibmaschine. Ich hätte wohl sehr verblüfft dreingeschaut. Heute bin ich manchmal geneigt zu fragen: Warum nutzt Du noch Papier und Bleistift? (OK, das mit der Schreibmaschine lassen wir jetzt.) Und diese Frage möchte ich manchmal gerne flächendeckend stellen, begonnen bei den sog. Digital Natives, die, so heißt es in der erwähnten Mail, auch bei der Arbeit auf ihre Tools nicht würden verzichten wollen. Da ist sie wieder, die Mär der Digital Natives, die mit ihren Tools in die Unternehmen stürzen und die "Alten" dann so wirklich richtig alt aussehen lassen. Also beginne ich für mich erst einmal zu sortieren:

Wer kennt nicht das populäre Prisma der Social Media Tools von ethority? Und so alt wie das Prisma ist die Frage nach dem Gebrauch der Tools, genau so alt ist der Eifer der 2.0-Infizierten, jedes Tool nach Erscheinen auch zu testen. Doch heute geht es bei weitem nicht mehr darum. Auch für mich als Infizierte ist es etwas ruhiger geworden, neue Apps und Tools lassen mich nicht sofort alles fallenlassen, um sie auszuprobieren. Dies liegt zum einen daran, dass die Faszination dieser neuen Instrumentewelt ein wenig abgekühlt ist, das wirklich richtig knackige neue noch nicht vorbeimarschierte, zum anderen: ich habe meine Instrumente für mich gefunden und scheine inzwischen beharrlich an ihnen festzuhalten - wie seinerzeit halt an Papier und Bleistift. Ich habe sie mir erprobt, für gut und vor allem nützlich befunden, sie helfen, meinen Arbeitsalltag besser zu organisieren, meine Aufgaben zu strukturieren. Schließlich ist es effizienter, in der Erinnerungsapp die Mahnung einfach wegzuwischen als etliche Papierzettel hin- und herzuschieben, gar ordnungsgemäß im Altpapier zu entsorgen.


Kurz: derzeit fühle ich mich mit Tools sehr gut ausgestattet: Trello (siehe Bild oben) für mein Projektmanagement, Evernote als Allroundtool für Entwürfe, Notizen, wichtige Informationen (allerdings erst im dritten Anlauf), eine Zeit- und eine Fahrtenbuch-App und über Zite gelange ich zu den neusten Informationen. Mit Explain Everything und VideoScribe erzeuge ich unterhaltsame Filmchen, Moovly aus Jane Harts Liste der Top E-Learning Tools (immerhin crowdbasierte Top-Empfehlungen, was wollen wir mehr?) steht kurz vor der Erprobung. Soweit also meine Präferenzen, die Beschreibung meines "Workplaces". Aber social?

Klar, auf Twitter poste, hier blogge ich, bei Facebook findet man mich auch und natürlich bin ich in Google+ unterwegs. What'sApp nutze ich wegen der Jugendlichen (Digital Natives) in meinem Umfeld, die sich allerdings von Facebook davonmachen und Instagram bevorzugen, dem ich mich letztendlich verweigere, habe ich doch schließlich Pinterest und für die privaten Fotos die externe Festplatte. In meinem Umfeld führt dieser "Workplace" zum einhelligen Urteil: Du bist ja fast ein Technikgenie. Müde, die Frage, was dies mit Technik zu tun habe, weiter zu diskutieren, möchte ich sie hier nun auch nicht stellen, wenngleich genau dieser Eindruck, es habe eben etwas mit Technik zu tun, eine sinnvolle Digitalisierung des Arbeitsplatzes torpediert. Aber das ist ein anderes Thema. Ich bleibe lieber bei meinem heutigen, und das erfordert neben der Toolpräferenz nun endlich die Frage nach "Social". Media spare ich mir, steckt ja im Tool-Begriff mit drin und diese Media habe ich vorhin abgearbeitet.

Ganz alleine vor mich hin, wie auch der Trello-Screenshot zeigt. Und ich wage mich mit der kühnen Behauptung nach vorne, dass das Nutzen all dieser Media überaus sinnvoll ist, Zeit spart und zudem auch noch Spass bereitet. Dass aber all dies wenig mit Collaboration, mit Co-creation, mit social halt zu tun hat, mit social im Zusammenhang mit Business und Netzwerk, mit Lernen und Arbeiten.

Erst im Zusammenwirken mit anderen, im gemeinschaftlichen Nutzen von Tools wird ein social draus. "Machen wir doch, ich teile per Mail immer allen, die ich kenne, alles mit!" Stimmt, das Tool E-Mail vergaß ich, gehört es doch auch noch zu meinen Instrumenten (+ Anhänge). Gehört aber, genau so wie z. B. What's App, zur "Einwegekommunikation". Gemeinschaftlich Tools nutzen, social verhalten, setzt mehr voraus als die Bereitschaft, einen oder mehrer Empfänger für meine Botschaft auszuwählen. Setzt das "Aushalten" voraus, dass in "meinem Text" einfach jemand hineinschreibt, gar korrigiert (Wiki), aber nicht nur das Aushalten, sondern auch die Bereitschaft hineinzuschreiben - und eben nicht, wie ich es erlebt habe, ein Mail zu schreiben: "Du, schau mal, in der Seite fehlt ein Komma." Das Denken für social Toolnutzung setzt voraus, dass der Begriff "mein(e) Text / Mail / Botschaft usw. ein "Unser-Verständnis" erhält. Wir arbeiten gemeinsam und schauen, mit welchen Tools es uns am leichtesten ist, das Ziel zu erreichen.

Diese Sicht wäre meine Präferenz - die Tools bieten (nur) die Möglichkeit dazu - siehe das oben abgebildete Prisma, und im Trello-Screenshot wäre nicht nur ein Gesicht zu sehen, sondern viele eines Teams oder einer Community. Schön und gut, vermeine ich die ein oder andere Stimme zu hören, ein großer Teil der og. Tools taugt ja nun wahrlich nichts in Unternehmenszusammenhängen. Allein schon Cloud geht gar nicht. Derzeit nicht, wende ich ein, doch in einigen (absehbaren) Jahren? Und ungeachtet der Cloud: auch in Unternehmenszusammenhängen, und hier denken wir ja recht häufig erst einmal an Großkonzerne, sind die Tools vorhanden. Zwar nicht so charmant und leicht handbar wie manch andere da draußen im Web, aber sie sind da, und so wirft uns die Frage der Nutzung erneut auf das zurück, was mit Change so allumfassend benannt wird. Eine Nummer kleiner Richtung KMU? Dito, lautet meine Antwort, wie in Großkonzernen, Umdenken, runtergebrochen bis zum Freelancer lautet der Name des behäbigen Tankers, der auf den Tools daherschippert. Wäre der Change im Mindset durch alle Altersgruppen vollzogen, wie David Terrar ihn so treffend beschreibt (Folie 28), sprächen wir, so denke ich, nicht mehr über die Social Media Tools.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Forget social networks, think social impact - Celine Schillinger bei TED

Celine Schillinger konnte ich live beim diesjährigen E 2.0 Summit in Paris erleben, ein Erlebnis in der Tat, das sie mit diesem sehens- oder besser hörenswerten Video unterstreicht. Einfach mal reinhören, was hinter "Forget social networks" steckt.

Dienstag, 30. September 2014

#ioms14 in der Rückschau

Woran denkt man unterwegs auf der Autobahn, vorbei an LKW mit Aufschriften Continental, Linde, DB Schenker und zu guter letzt bei Stuttgart der unübersehbare Schriftzug von Bosch über der A8? Genau, an das Ereignis, das am 24.09.14 auf Facebook eingeläutet wurde:
"Wir starten jetzt in den zweitägigen IOM SUMMIT, die Konferenz zum Digital Workplace mit Themen wie Enterprise 2.0, Collaboration, Change, Social Business."
Eigentlich ging der IOM für mich und andere ja bereits am 23. September los mit seinem Seminarangebot, und ich pickte mir dieses heraus: Enterprise 2.0 - Skill & Performance Management mit Prof. Dr. Joachim Niemeier.
Das Seminar - ich möchte es lieber einen intensiven Workshop nennen - läutete das ein, was während des gesamten Summit zu beobachten war: obwohl E 2.0 draufsteht, fiel der Begriff Enterprise 2.0 als solcher auffallend selten. Im Workshop ging es um E 2.0, doch konkreter und auf den Punkt gebracht mit:
  • Identitäts- und Netzwerkmanagement,
  • Informations- und Wissensmanagement,
  • um Kommunikationsmanagement sowie
  • Kollaborations- und Kooperationsmanagement.
Nun legt sich der Begriff "Management" ja aalglatt über fast alle Handlungsfelder, doch die diskutierfreudige Runde um Joachim Niemeier arbeitet Ecken und Kanten der diversen "Managements" heraus:

Kompetenzen, Maßnahmen und Use Cases zu obigen Punkten befüllten am Ende der Veranstaltung nicht nur Flipcharts, sondern auch "die Köpfe" der Teilnehmenden. Die umfangreiche Praxiserfahrung von Joachim Niemeier belegte, dass das Erarbeitete nicht niedergeschriebene Worthülsen und Glaubenssätze sind, sondern praktizierte Erfahrung, und es entstand, bereichert um das Wissen der Anwesenden, eine beachtliche "Handreichung für den Weg zu Skill- & Performance Management. Mein Fazit: ich habe viel gelernt.

Am 24.09. ging es dann los, das Familientreffen des IOM Summit.

Dass die "Familie" erheblich wuchs, das belegte das geschäftige Treiben an beiden Tagen der Veranstaltung: ob Sessions, Praxis-Workshops, Keynotes, ob Diskussion am Stehtisch oder Austausch im Saal - ge- und wohl auch besprochen wurde allemal intensiv, vor Ort und im Web:

http://twazzup.com/?q=ioms14&l=all
Wer dem "Twazzup"-Link folgt, erhält einen umfassenden Eindruck vom Geschehen auf dem #ioms14 mit wertvollen weiterführenden Links. Und wird zugleich aktuell informiert über das Geschehen nach dem Event, denn selbstverständlich sammelt der Dienst die Beiträge auf Twitter in Realtime unter dem Hashtag #ioms14 - der ist schließlich zeitlos bis zum neuen Summit nächstes Jahr (#ioms15). 

Mein IOM-Fazit lautet: es war für jede und jeden etwas dabei. Wer sich bereits lange in der "Szene" tummelt, wird evtl. bei dem ein oder anderen Vortrag das ach so spritzig Innovative vermisst haben, das man denn aus alten Zeiten gewohnt ist. Doch auch wenn in diesen wenigen Fällen ein vermeintliches Deja-vu vorüberzog, so lässt sich doch festhalten: die Themen des IOM sind, da sie nun mal den Menschen zum Mittelpunkt haben, keine Rekordhalter sich hetzender Highlights.
Die Glanzpunkte liegen im individuellen Unternehmen mit seiner jeweiligen eigenen Fortschrittlichkeit und nicht in einem kollektiven E 2.0-Wettlauf. Für mich ist es vielfach noch nicht einmal so sehr die allumfassende "social"-Umsetzung als der Stolz, mit dem die Ergebnisse präsentiert werden - Stolz auf die Möglichkeiten und Entwicklungen des eigenen Unternehmens, oder, um es aus meiner Wahrnehmung abgewandelt zu sagen: Und es (das Unternehmen) bewegt sich doch.
Zu diesen vermeintlichen "Kennen-wir-Doch" gesellte sich Visionäres, besser: der digital Workplace, der weitestgehend noch futuristisch gehandelt wird, erhielt durch die Keynotes von Jane McConnellDavid Terrar (hier seine Präsentation: How does the organisation need to develop on the path to the successful digital workplace) und Johan Lange absolute Realitätsnähe, Greifbarkeit und das Selbstverständnis einer logischen, notwendigen Weiterentwicklung von Arbeitsplätzen. Meine persönlichen Highlights des Summit.
Köln machte Lust auf mehr, Lust auf den E 2.0 Summit selbstverständlich auf den IOM Summit 2015:

30.09. - 02.10.2015


Und noch ein Nachtrag:
Man möge nicht jede Diät mitmachen schrieb ich in einem Beitrag. Ist der Tweet von Joachim Niemeier eine Antwort? Denn er fragte bei Dr. CheeChin Liew nach:
Mein Gedanke zu dieser Aussage: Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Übersetzt: Wenn ich in herkömmlichen Arbeitszusammenhängen Lösungen suche, werde ich keine neuen Wege gehen können.

Montag, 22. September 2014

Zu Gast bei Masterhora: Lehren oder Lernen 2.0?

https://www.masterhora.de/
MASTERhora, das Netzwerk der Senior Experten und -Expertinnen hat mich erneut gefragt, und gerne habe ich zugestimmt:


Am 01.10.2014 darf ich mit Teilnehmenden ein wenig über Lehren oder Lernen 2.0 plaudern. Worum geht es?
"E-Learning, Blended Learning, Mobile Learning, Social Learning, Workplace Learning, Flipped Classroom, MOOC und mehr, das sind nur einige aus einer Vielzahl von Begriffen, die die heutige Bildungslandschaft prägen.
Doch was verbirgt sich dahinter? Was soll man wählen, wenn man sich selbst weiterbilden möchte? Worüber entscheiden, wenn man als Verantwortlicher in HR oder betrieblicher Weiterbildung Maßnahmen planen und anbieten muss?
Im Webinar werfen wir einen klärenden und durchaus kritischen Blick auf diese vielfältige Begriffslandschaft und gehen der Frage nach, warum sich Lehren und Lernen heute von gestern unterscheiden."
So lautet der Ankündigungstext auf MASTERhora, und auch wenn der Begriff Webinar primär auf einen Vortrag fokussiert, gestehe ich: ja, da ist schon etwas vorbereitet, aber ein Plaudern, eine Diskussionsrunde wäre so ganz nach meinem Herzen. Wer sich beteiligen möchte: hier geht es entlang.
Ach ja, und für alle Interessierten ist die kostenlose Teilnahme möglich - auch ohne MASTERhora Mitgliedschaft.

Veranstalter ist:
MASTERhora ist die führende Business‐ und Wissensplattform für ältere Fach‐ und Führungskräfte in Deutschland. Das Webportal bietet Unternehmen und Experten die Möglichkeit, Wissen über Foren und so genannte Campus‐Modelle auszutauschen, sich enger zu vernetzen und schließlich individuell gestaltet konkrete Arbeitsverhältnisse einzugehen. Damit schafft die Plattform eine ideale Schnittstelle zur Lösung des akuten Fachkräftemangels in Deutschland. Aktuell bewegt sich die Zahl der registrierten Fachleute im vierstelligen Bereich. Das Businessportal wird von großen Unternehmen wie RWE Power oder IDS ebenso genutzt wie von vielen Mittelständlern.

Für diejenigen, die schon vor dem 01.10. mal mitten ins Corporate Learning Geschehen schnuppern möchten: das Corporate Learning Camp, kurz #clc14, findet am 26. und 27. September in Frankfurt statt und verspricht mit schon heute 27 Session-Vorschlägen ein Learning-Feuerwerk zu werden. Schade, dass ich aus privaten Gründen diesmal nicht werde dabei sein können. Also liebe Teilnehmende des #clc14: twittert mal schön, bitte.

Sonntag, 21. September 2014

Warum man nicht jede Diät mitmachen sollte. #ioms14

Nein, sie kam nicht per E-Mail zu mir, die Nachricht des Handelsblatts: "BASF verordnet sich 'E-Mail-Diät'". Sie wurde über mein Netzwerk hereingespült (Innovation Evangelists und SocBiz auf Facebook), und ja, es handelt sich um eine aktuelle Information, von gestern, 20.09.2014, um genau zu sein. Ich gestehe, so recht glauben mochte ich in meinem IOM Summit-Vorfreudedenken erst nicht, was ich dort las, wähnte ich doch diese Zero-Mail-Aktionen als erledigt.

Meine erste Einschätzung erwies sich bei genauerem Lesen als Trugschluß: nein, es geht nicht um die Veränderung der Arbeitswelt (ich docke mal die Begriffe Digital Workplace, Social Collaboration und CoCreation hier an), sondern es geht um eine Antwort auf die Antistress-Verordnung der Bundesregierung. Und diesem Stress begegnet man nun mit einer Diät. Genial, diese Diät Idee, könnte man meinen, wenn's denn nicht die Uhr zurückdrehen wäre.

"Greifen wir doch lieber mal zum Telefon!" Wer hat dies nicht schon oft gehört, ich hörte es meist von den eifrigsten E-Mail-Verfassern oder in Diskussionen über die vermeintliche "Virtualität": ich habe es lieber persönlich und greife zum Telefon. Nur: am Telefon, besser SmartPhone werden halt meistens E-Mails gelesen und beantwortet, die ursprüngliche Funktion als Telefon ist ja ohnehin schon arg in den Hintergrund getreten. Ist aber ohnehin schwierig, das mit dem Telefon, sind die Kollegen doch immer weniger am Arbeitsplatz anzutreffen, hetzen von Projekt zu Projekt, von Meeting zu Meeting (hier ist es dann persönlich, und die Ergebnisse kann man ja später per Mail versenden) - kurz: jemanden am Telefon tatsächlich zu erreichen, ist Glücksache, oder haben Sie eine andere Erfahrung? Und wenn's dann mal funktioniert, wird nicht selten in die Sprechmuschel gehaucht: "Ich bin in einem Meeting, auf der Autobahn, am Flughafenabfertigungsschalter, geht grad nicht, schreiben Sie mir Ihr Anliegen doch kurz per Mail." Ja, ja, so ist das mit dem Telefon, mit dem mobilen allemal.

Und wenn's dann doch eine E-Mail sein muss, hilft eine E-Mail-Etikette - welch Segen für die Mitarbeitenden und nah dran an klassischem Enabling: Anregung zu Wortwahl und Inhalt von Mails. Können wir da noch von Diät sprechen, wenn nun also das beabsichtigte, bisher eher spontan initiierte E-Mail-Vorhaben nun mit den besagten Anregungen abgeglichen werden soll? Mal ehrlich, so von einmal Lesen der Anregungen bekommt man das ja nicht für jede E-Mail hin, das muss schon ein wenig trainiert werden. Gut zu wissen: wem's nicht gelingt, der greift dann halt zum Telefon. Oder antwortet nicht, zumindest nicht an alle.

Schließlich wisse man durch eben die Betriebsnähe, wo der Schuh drücke, heißt es im Artikel. Wie nah ist das nun dran an den Betrieben, frage ich mich?

Ja, es ist nah dran, denn "die Betriebe", besser die Mitarbeitenden des Unternehmens ächzen unter der E-Mail-Last. Das ist unbestritten, seit Jahren schon. Aber helfen hier wirklich Etikette und "Nicht allen antworten, sondern einen anrufen"?

Eine Rückkehr zur guten bewährten Werkpost wäre ein wirklich mutiger Antistress-Faktor gewesen. Da hatte man schließlich im Schnitt mindestens 2 Tage Ruhe, bevor eine Antwort kam. Nicht so wie heute, wo ich via Messenger kontaktiert werde und per Mail die Nachfrage erhalte, ob ich die Messenger-Nachricht auch erhalten habe. Nein, das war wirklich Ruhe, stressfrei.

Wem das zu mutig ist, dem sei der IOM Summit empfohlen - da gibt es durchaus Alternativen, stressfreier und effizienter zu arbeiten. Diätetisch sozusagen dank moderner Technologien.

Freitag, 19. September 2014

#ioms14: Blick zurück = Blick nach vorne, auf jeden Fall auf den Stand von heute

Der IOM Summit steht ja quasi kurz vor der Türe und es gilt, noch mal gründlich Anlauf quer durch die Postings der letzten Wochen zu nehmen, um up to date nach Köln zu reisen. Wer dies noch nicht begonnen hat, möge sich in der Tat sputen, eine Zugfahrt selbst aus dem entlegensten Winkel Deutschlands reicht nicht aus, den diesjährigen Input bereits vor dem Summit zu studieren.

Und vor allem: am heutigen Freitag fand die erste online Veranstaltung im Rahmen des #e20mooc statt (hier nachhörbar), die dank Simon Dückert bereits im Vorfeld den Blick "back to the roots", wie er es nannte, wagte: die Suche nach Definition und Greifbarkeit von Begriffen.

Ein Rückblick lohnt sich hier und da ja immer, im Rahmen des IOM meines Erachtens aber ganz besonders, denn unter dem Label Datenarchiv schlummert ein wenig Geschichte und damit zugleich Entwicklung zum Thema Enterprise 2.0:

Die damaligen drei Formate

sind die Vorläufer des IOM Summit, dem deutschen Pendant zum Enterprise 2.0 Summit, also diese Vorläufer verfügen über ihre jeweils eigenen Archive wie denn auch der IOM selbst bereits für die Jahre 2011 - 2013.

Dem Internet, das ja bekanntlich nichts vergisst, sei's gedankt, dass wir heute schauen können: wie steht es um die Aussagen früherer Jahre heute, welche Themen spiegeln den jeweiligen Stand rund um E 2.0 in diesen Jahren?

Zwei Beispiele
2006 Stichwort Erfolgsfaktoren für Enterprise Collaboration
"Man sollte die Konzepte des "Social Network" für Unternehmen nur sehr behutsam anwenden. Ein Unternehmen ist zwar ein Gebilde aus arbeitenden Menschen. Deren Erwartungshaltung ist in der Arbeitswelt aber völlig unterschiedlich im Vergleich zur sozialen Umwelt ausserhalb des Unternehmens...Das ist auch ein wichtiger Unterschied: In sozialen Netzen erfährt man Anerkennung und Belohnung, innerhalb der Arbeit hingegen möchte man neben der sozialen Anerkennung überwiegend entlohnt werden!"
2006 Stichwort Web 2.0 als Unternehmensthema?
"Der Begriff Web 2.0 wird sehr unterschiedlich belegt. Er hat technologische Aspekte, aber der Schwerpunkt liegt deutlich beim Ansatz von O'Reilly 'User-generierten Content' als Merkmal in den Vordergrund zu stellen. Es geht nicht nur um Infotainment - neue Funktionalität in Wikis, Blogs und Foren treibt auch Knowledge Management und E-Business; neue Oberflächen lassen Unterschiede zwischen Bürosoftware und Internetsoftware verschwinden; neue Services schließen auch ECM als ASP- oder OnDemand-Lösungen ein. Viele sprechen heute schon von Web 3.0, Web 3.1 oder Web 4.0."
2007 ging es bei den Intranet-Days um:
"Während die Intranet-Projekte der ersten Generation sich vielfach auf die Publikation von Kantinenplänen, Mitarbeiterlisten und internen Kommunikationsinhalten beschränkte, versteht sich die zweite Projektgeneration bereits als konkretes Arbeits- und Organisationswerkzeug für die Unternehmensmitarbeiter und -prozesse."
Noch aktuell oder sind die Kantinenpläne nur noch mobil abrufbar?

Interessant auch die Überschrift des ECM Summit 2008:
"Content als Schmiermittel für Kommunikation und Kollaboration"
Strategisches Intranet-Management, Redaktionsqualität, Dokumentenmanagement und Informationsarchitektur sind nur einige Schlagworte, die das Thema befüllten. Schon nah dran an Storytelling und Cat-Content?

Der Blick ins Archiv des IOM und seiner Vorgänger spiegelt nicht nur die Entwicklung von acht Jahren Konferenzgeschichte, sondern er spiegelt die Entwicklung von Gedanken, Good Practice, Entwicklung zum Thema E 2.0 - bereichernd, sich vor neuem Input in der nächsten Woche durch diesen Blick zurück des Entwicklungspotenzials bewusst zu werden, um dann unter anderem festzustellen: wir sind tatsächlich über die Zeit hinaus, E 2.0-Ideen wie Mantras vor uns herzutragen, wir sind bereit, die "Ärmel hochzukrempeln" und wirklich etwas umzusetzen. Was das denn nun genau sein kann, davon werden wir in der kommenden Woche mehr hören - und miteinander diskutieren.

Montag, 15. September 2014

Die Digitalisierung beginnt im Bauch #ioms14

Bevor ich zu meinem eigentlichen Thema komme, eine Bemerkung voraus: vernetzt sein hat ja doch was für sich. Wäre ich es nicht, wäre mir der Beitrag von Gunter Dueck, der da lautet "Digitalisierung. Freuen wir uns doch über den radikalen Wandel", glatt dadurch gegangen. Mein Danke also an Andrea Brücken und ununi.tv, die ihn verbreiteten.

Und der Artikel nun hat mit meinem Thema zu tun, und das wiederum nun mit der Vorbermerkung. Aber der Reihe nach.
"Vor dem Arztbesuch googelt man doch erst einmal, oder? Wir rennen nicht bei jedem Rechtsproblem voller Angst zum Rechtsanwalt, wir googeln. Alles, was wir fragen könnten, googeln wir: Fahrpläne, Steuertabellen, Öffnungszeiten, Wertpapiertipps etc. etc."
Finden Sie sich in der Beschreibung von Gunter Dueck selbst wieder? Ich finde mich wieder, bis auf die Steuertabellen, mit denen habe ich es nicht so. Aber ansonsten spiegelt die kleine Passage seines Beitrages das wider, was wohl sich nicht nur jede und jeder von uns allenthalben selbst ergoogelt, sondern auch, was man denn so von anderen hört. Ich erinnere nicht mehr, von wem der Ausspruch stammte: Die Welt ist eine Google, aber er hat sich bestätigt, finde ich.

"Freuen wir uns doch über den radikalen Wandel" tituliert Dueck seinen Beitrag, und ich würde vollends zustimmen, wenn nicht mein kleiner Einwand wäre: ist der Wandel wirklich so radikal oder besser: aus welcher Perspektive betrachtet würde man ihn denn als radikal bezeichnen?


Gemessen an den Zeitspannen, die viele Entwicklungen benötigten, haben die technologischen Möglichkeiten in der Tat ein rasantes Tempo vorgelegt. So betrachtet ist es noch nicht allzu lange her, dass ich mir meine Brötchen als Studentin im Fernamt der Bundespost verdiente, indem ich Gespräche ins benachbarte Ausland vermitteln half. Ende der 70-ger Jahre beherrschte ich die für mich etwas komplizierte Stöpselei nicht annähernd so gut, wie ich heute zum SmartPhone greife. Radikal? Wohl eher nur meine damaligen Forderungen im Elternhaus, endlich ein zeitgemäßes Telefongerät mit Tasten statt des veralteten (inzwischen wieder angesagten) Telefongeräts mit Drehscheibe anzuschaffen. Ansonsten eine zügige, in den letzten Jahren rasante Weiterentwicklung, die ich zugegebenermaßen stets willkommen hieß.



Knüpfe ich an mein Studentinnendasein an, dann ist nebenstehendes Bild wohl bekannt und auch Kennzeichen vieler meiner Berufsjahre. Heute würden Sie mich derart ausgestattet nur auf dem Weg zum Altpapiercontainer antreffen, in der Arbeitswelt bin ich "radikal" und trage meine Dokumente in handlichem Tablet mit mir herum, um diese durch aktuelle Notizen unmittelbar zu ergänzen. So kann ich in weiterer Selbstbeobachtung feststellen: offensichtlich bin ich radikal gewandelt unterwegs, während einige bis viele andere ebenso offensichtlich noch nicht in die Straße zur Nutzung der digitalen Möglichkeiten eingebogen sind. Denn: das Bild habe ich im September diesen Jahres aufnehmen können, mehr noch: gehe ich in der Mittagszeit durch unser beschauliches Eifelstädtchen, das sich Schulstadt nennt, begegnen mir Horden von Schülerinnen und Schülern, die unter der Last ähnlicher Aktenordner ächzen, wie sie oben abgebildet sind. Während sie zeitgleich Facebook und Instagram nutzen, wie ihre Eltern und Großeltern (diese zumindest Facebook). Ein letztes Beispiel möge meine Beobachtungen komplettieren: nicht selten erlebe ich auf Konferenzen / Workshops etc., dass Anwesende durchaus mit der Technologie, die rein theoretisch Digitalität zuließe, ausgestattet sind. Diese jedoch nutzen sie zum Abrufen und Beantworten der E-Mails, ihre Notizen hingegen verfassen sie auf:


Nun mag es genug der Schilderung persönlicher "Entwicklungsschübe" Richtung Digitalität sein, zumal ich hier ja bereits erste Einblicke gab, ein persönliches Fazit sei dennoch gestattet: nein, radikalen Wandel erlebte weder ich noch viele Menschen meines nahen und weiten Umfeldes. Weiterentwicklung ja, rasant zudem, ebenfalls ein beherztes Ja.

Im Umfeld der Unternehmen verspüre ich jedoch ein tiefes Grundrauschen des Unbehagens und der Unsicherheit. Diejenigen mit der Totalverweigerung lasse ich hier einmal außen vor. Unbehagen und Unsicherheit vor der Veränderung eines Arbeitsplatzes? Sorge, sich in ein Unternehmensnetzwerk zu begeben und dort dann einfach mal zu googeln? Trifft das Attribut des Radikalen nur dort zu, wo wir bisherige Arbeitsweisen ändern müssen, die positiv Gestimmten würden sagen: dürfen, die würden es dann aber auch nicht radikal nennen? Warum fällt es so leicht, im Internet Rat und Hilfe zu suchen, im Unternehmensnetzwerk das Potenzial an Wissen und Erfahrung hingegen gut in den Köpfen Einzelner und vielleicht noch Vertrauter zu verschließen und durch hierarchische Genehmigungsprozesse evtl. öffentlich zu machen?

"Die digitale Revolution hat alle Branchen ergriffen und ist dabei, in Windeseile alle Glieder der Wertschöpfungskette von Unternehmen zu verändern – vom Vertrieb übers Marketing bis zur Produktion und Personalauswahl, vom Konzern über den Mittelständler bis zum Handwerker vor Ort."

So geschrieben in der Wirtschaftswoche im Mai dieses Jahres in einem Bericht zu einer exklusiven Studie, wer denn in der Digitalen Revolution untergehe - Danke an Harald Schirmer, der diesen Beitrag wieder "aktualisierte". Kaum jemand, so glaube ich, der (laut) der Aussage des Zitats widersprechen würde, und selbst notorische Bedenkenträger/-innen können den Geist der Veränderung einfach nicht mehr vom Tisch wischen, ohne sich lächerlich zu machen. Nun spannt die Wirtschaftswoche den Bogen vom Großkonzern über's StartUp hin zum Handwerker vor Ort aus unternehmerischer Sicht. Und dies führt nun mich wieder zu Gunter Dueck zurück, der sein Augenmerk auf den Einzelnen richtet, der, wie er meint, um seinen Arbeitsplatz fürchtet.

Und damit sind wir wieder beim eigentlich Radikalen, der umfassenden Verlustangst, vielleicht charmanter ausgedrückt als Unbehagen gegenüber Veränderungen: dem Verlust erprobter Arbeitsweisen und -verhalten, durchaus mit digitalen Mitteln wie E-Mail, abteilungsbezogenen Datenbanken, wohldurchdachten Ordnerstrukturen zur Ablage digitaler Dokumente, Nutzen moderner digitaler Kommunikationsmittel wie SmartPhone oder online Telefonie. Sind Sie nicht auch der Auffassung, dass der heutige Arbeitsplatz durchaus digitale Komponenten bereits aufweist, Sie hier schon recht gut unterwegs sind?

The Evolution of the Employee lautet der Titel eines lesenswerten Beitrages von Jacob Morgan bei Forbes mit einer interessanten Grafik der Chess Media Group (hier lohnt stets ein Blick auf die Ressourcen), die hier besser lesbar einzusehen ist:
http://de.pinterest.com/pin/17029304816294152/
Nicht, dass die Darstellung etwas enthielte, das nicht schon an vielen anderen Orten genannt worden wäre. Dennoch bringt gerade die Schlichtheit der Aussagen Kernelemente auf den Punkt, die sich den/die Employee betreffen, eben die Einzelnen in ihrer täglichen Arbeit. Den Einzelnen, den zum Wohle seines Unternehmens und damit letztendlich seines Gehaltszettels sehr wohl das Thema Digitalisierung des Unternehmens interessiert, der die Verbindung zum eigenen Arbeitsplatz in den vermeintlich selbstverständlichen Arbeitsprozessen nicht unbedingt zu ziehen vermag, ziehen will (siehe oben Angst) oder mit der Äußerung, bei uns gibt es so etwas ohnehin nicht, verbunden mit bedeutungsträchtigem ABER und dem geheimen Wissen, dass bei uns eh alles anders ist, dieser und diese Einzelne sind es, die bis "ins Grundmark" betroffen sind.

  • Predefines work vs Customized work
  • Hoards information vs shares information
  • Corporate learning & teaching vs Democratized learning & teaching

sind nur einige Gegenüberstellungen aus og. Darstellung, die mich fragen lassen: geht es "nur" darum, immer größere Datenmengen zu bewältigen, zu anlaysieren und "social kommunikativ" an die Kunden zu bringen, geht es nicht primär darum, die Mitarbeitenden jedes Unternehmens, ob kleiner Handwerksbetrieb oder Großkonzern, vor Change-, Digitalisierungs- und Revolutionsparolen zu bewahren und die Situation herbeizuführen, die ein eigenverantwortliches, kreatives Mitgestalten eben dieser Veränderung ermöglicht, das Gefühl im Bauch, was "es einem bringt", sich auf Anderes einzulassen. Das Verspüren, die Veränderung ist gar nicht so radikal, ist dann eine Begleiterscheinung - im Beipackzettel stünde: und dann fragen Sie...

... bei dem Feuerwerk an Veranstaltungen der nächsten unmittelbaren Zeit:



  • Nächste Woche am 23. und 24.09. der IOM Summit in Köln.



Wer sich zum IOM Summit so richtig einstimmen möchte, dem und der empfehle ich die Facebook-Seite des Summit: die "Literaturquelle" schlechthin rund um's Thema.

Dort werde ich sicher noch etliche Antworten finden, aber mit Sicherheit wird viele Fragen der Workshop von Prof. Dr. Joachim Niemeier auf dem Summit beantworten: E 2.0 Skill & Performance Management.