Montag, 15. September 2014

Die Digitalisierung beginnt im Bauch #ioms14

Bevor ich zu meinem eigentlichen Thema komme, eine Bemerkung voraus: vernetzt sein hat ja doch was für sich. Wäre ich es nicht, wäre mir der Beitrag von Gunter Dueck, der da lautet "Digitalisierung. Freuen wir uns doch über den radikalen Wandel", glatt dadurch gegangen. Mein Danke also an Andrea Brücken und ununi.tv, die ihn verbreiteten.

Und der Artikel nun hat mit meinem Thema zu tun, und das wiederum nun mit der Vorbermerkung. Aber der Reihe nach.
"Vor dem Arztbesuch googelt man doch erst einmal, oder? Wir rennen nicht bei jedem Rechtsproblem voller Angst zum Rechtsanwalt, wir googeln. Alles, was wir fragen könnten, googeln wir: Fahrpläne, Steuertabellen, Öffnungszeiten, Wertpapiertipps etc. etc."
Finden Sie sich in der Beschreibung von Gunter Dueck selbst wieder? Ich finde mich wieder, bis auf die Steuertabellen, mit denen habe ich es nicht so. Aber ansonsten spiegelt die kleine Passage seines Beitrages das wider, was wohl sich nicht nur jede und jeder von uns allenthalben selbst ergoogelt, sondern auch, was man denn so von anderen hört. Ich erinnere nicht mehr, von wem der Ausspruch stammte: Die Welt ist eine Google, aber er hat sich bestätigt, finde ich.

"Freuen wir uns doch über den radikalen Wandel" tituliert Dueck seinen Beitrag, und ich würde vollends zustimmen, wenn nicht mein kleiner Einwand wäre: ist der Wandel wirklich so radikal oder besser: aus welcher Perspektive betrachtet würde man ihn denn als radikal bezeichnen?


Gemessen an den Zeitspannen, die viele Entwicklungen benötigten, haben die technologischen Möglichkeiten in der Tat ein rasantes Tempo vorgelegt. So betrachtet ist es noch nicht allzu lange her, dass ich mir meine Brötchen als Studentin im Fernamt der Bundespost verdiente, indem ich Gespräche ins benachbarte Ausland vermitteln half. Ende der 70-ger Jahre beherrschte ich die für mich etwas komplizierte Stöpselei nicht annähernd so gut, wie ich heute zum SmartPhone greife. Radikal? Wohl eher nur meine damaligen Forderungen im Elternhaus, endlich ein zeitgemäßes Telefongerät mit Tasten statt des veralteten (inzwischen wieder angesagten) Telefongeräts mit Drehscheibe anzuschaffen. Ansonsten eine zügige, in den letzten Jahren rasante Weiterentwicklung, die ich zugegebenermaßen stets willkommen hieß.



Knüpfe ich an mein Studentinnendasein an, dann ist nebenstehendes Bild wohl bekannt und auch Kennzeichen vieler meiner Berufsjahre. Heute würden Sie mich derart ausgestattet nur auf dem Weg zum Altpapiercontainer antreffen, in der Arbeitswelt bin ich "radikal" und trage meine Dokumente in handlichem Tablet mit mir herum, um diese durch aktuelle Notizen unmittelbar zu ergänzen. So kann ich in weiterer Selbstbeobachtung feststellen: offensichtlich bin ich radikal gewandelt unterwegs, während einige bis viele andere ebenso offensichtlich noch nicht in die Straße zur Nutzung der digitalen Möglichkeiten eingebogen sind. Denn: das Bild habe ich im September diesen Jahres aufnehmen können, mehr noch: gehe ich in der Mittagszeit durch unser beschauliches Eifelstädtchen, das sich Schulstadt nennt, begegnen mir Horden von Schülerinnen und Schülern, die unter der Last ähnlicher Aktenordner ächzen, wie sie oben abgebildet sind. Während sie zeitgleich Facebook und Instagram nutzen, wie ihre Eltern und Großeltern (diese zumindest Facebook). Ein letztes Beispiel möge meine Beobachtungen komplettieren: nicht selten erlebe ich auf Konferenzen / Workshops etc., dass Anwesende durchaus mit der Technologie, die rein theoretisch Digitalität zuließe, ausgestattet sind. Diese jedoch nutzen sie zum Abrufen und Beantworten der E-Mails, ihre Notizen hingegen verfassen sie auf:


Nun mag es genug der Schilderung persönlicher "Entwicklungsschübe" Richtung Digitalität sein, zumal ich hier ja bereits erste Einblicke gab, ein persönliches Fazit sei dennoch gestattet: nein, radikalen Wandel erlebte weder ich noch viele Menschen meines nahen und weiten Umfeldes. Weiterentwicklung ja, rasant zudem, ebenfalls ein beherztes Ja.

Im Umfeld der Unternehmen verspüre ich jedoch ein tiefes Grundrauschen des Unbehagens und der Unsicherheit. Diejenigen mit der Totalverweigerung lasse ich hier einmal außen vor. Unbehagen und Unsicherheit vor der Veränderung eines Arbeitsplatzes? Sorge, sich in ein Unternehmensnetzwerk zu begeben und dort dann einfach mal zu googeln? Trifft das Attribut des Radikalen nur dort zu, wo wir bisherige Arbeitsweisen ändern müssen, die positiv Gestimmten würden sagen: dürfen, die würden es dann aber auch nicht radikal nennen? Warum fällt es so leicht, im Internet Rat und Hilfe zu suchen, im Unternehmensnetzwerk das Potenzial an Wissen und Erfahrung hingegen gut in den Köpfen Einzelner und vielleicht noch Vertrauter zu verschließen und durch hierarchische Genehmigungsprozesse evtl. öffentlich zu machen?

"Die digitale Revolution hat alle Branchen ergriffen und ist dabei, in Windeseile alle Glieder der Wertschöpfungskette von Unternehmen zu verändern – vom Vertrieb übers Marketing bis zur Produktion und Personalauswahl, vom Konzern über den Mittelständler bis zum Handwerker vor Ort."

So geschrieben in der Wirtschaftswoche im Mai dieses Jahres in einem Bericht zu einer exklusiven Studie, wer denn in der Digitalen Revolution untergehe - Danke an Harald Schirmer, der diesen Beitrag wieder "aktualisierte". Kaum jemand, so glaube ich, der (laut) der Aussage des Zitats widersprechen würde, und selbst notorische Bedenkenträger/-innen können den Geist der Veränderung einfach nicht mehr vom Tisch wischen, ohne sich lächerlich zu machen. Nun spannt die Wirtschaftswoche den Bogen vom Großkonzern über's StartUp hin zum Handwerker vor Ort aus unternehmerischer Sicht. Und dies führt nun mich wieder zu Gunter Dueck zurück, der sein Augenmerk auf den Einzelnen richtet, der, wie er meint, um seinen Arbeitsplatz fürchtet.

Und damit sind wir wieder beim eigentlich Radikalen, der umfassenden Verlustangst, vielleicht charmanter ausgedrückt als Unbehagen gegenüber Veränderungen: dem Verlust erprobter Arbeitsweisen und -verhalten, durchaus mit digitalen Mitteln wie E-Mail, abteilungsbezogenen Datenbanken, wohldurchdachten Ordnerstrukturen zur Ablage digitaler Dokumente, Nutzen moderner digitaler Kommunikationsmittel wie SmartPhone oder online Telefonie. Sind Sie nicht auch der Auffassung, dass der heutige Arbeitsplatz durchaus digitale Komponenten bereits aufweist, Sie hier schon recht gut unterwegs sind?

The Evolution of the Employee lautet der Titel eines lesenswerten Beitrages von Jacob Morgan bei Forbes mit einer interessanten Grafik der Chess Media Group (hier lohnt stets ein Blick auf die Ressourcen), die hier besser lesbar einzusehen ist:
http://de.pinterest.com/pin/17029304816294152/
Nicht, dass die Darstellung etwas enthielte, das nicht schon an vielen anderen Orten genannt worden wäre. Dennoch bringt gerade die Schlichtheit der Aussagen Kernelemente auf den Punkt, die sich den/die Employee betreffen, eben die Einzelnen in ihrer täglichen Arbeit. Den Einzelnen, den zum Wohle seines Unternehmens und damit letztendlich seines Gehaltszettels sehr wohl das Thema Digitalisierung des Unternehmens interessiert, der die Verbindung zum eigenen Arbeitsplatz in den vermeintlich selbstverständlichen Arbeitsprozessen nicht unbedingt zu ziehen vermag, ziehen will (siehe oben Angst) oder mit der Äußerung, bei uns gibt es so etwas ohnehin nicht, verbunden mit bedeutungsträchtigem ABER und dem geheimen Wissen, dass bei uns eh alles anders ist, dieser und diese Einzelne sind es, die bis "ins Grundmark" betroffen sind.

  • Predefines work vs Customized work
  • Hoards information vs shares information
  • Corporate learning & teaching vs Democratized learning & teaching

sind nur einige Gegenüberstellungen aus og. Darstellung, die mich fragen lassen: geht es "nur" darum, immer größere Datenmengen zu bewältigen, zu anlaysieren und "social kommunikativ" an die Kunden zu bringen, geht es nicht primär darum, die Mitarbeitenden jedes Unternehmens, ob kleiner Handwerksbetrieb oder Großkonzern, vor Change-, Digitalisierungs- und Revolutionsparolen zu bewahren und die Situation herbeizuführen, die ein eigenverantwortliches, kreatives Mitgestalten eben dieser Veränderung ermöglicht, das Gefühl im Bauch, was "es einem bringt", sich auf Anderes einzulassen. Das Verspüren, die Veränderung ist gar nicht so radikal, ist dann eine Begleiterscheinung - im Beipackzettel stünde: und dann fragen Sie...

... bei dem Feuerwerk an Veranstaltungen der nächsten unmittelbaren Zeit:



  • Nächste Woche am 23. und 24.09. der IOM Summit in Köln.



Wer sich zum IOM Summit so richtig einstimmen möchte, dem und der empfehle ich die Facebook-Seite des Summit: die "Literaturquelle" schlechthin rund um's Thema.

Dort werde ich sicher noch etliche Antworten finden, aber mit Sicherheit wird viele Fragen der Workshop von Prof. Dr. Joachim Niemeier auf dem Summit beantworten: E 2.0 Skill & Performance Management.

Montag, 25. August 2014

Social, Network, Work und Digitalisierung #ioms14

Mächtige Worte, scheint es, begleiten uns seit einigen Jahren und finden naturgemäß Eingang in das Programm des IOM Summit 2014.

Evangelisten, Ambassadoren, Visionären von E 2.0 und Social Business gehen sie wie selbstverständlich von den Lippen, und auch wenn die Definition einzelner Begriffe variieren mag, das dahinterliegende Bild zeichnen alle ähnlich und schwimmen seit beträchtlicher Zeit auf dieser Welle der Veränderung. Mehr und mehr ist diese Welle in Unternehmen geschwappt, davon zeugen seit Jahren die vielen Praxisberichte, und wer sich einen umfassenden Überblick darüber verschaffen möchte, dass Unternehmen beim "Auftreffen der Welle" auf's Unternehmen nicht nass, sondern effizient anders arbeiten lernen, sei auf den Praxisteil des IOM Summit verwiesen. Er beweist, dass Veränderung nicht mehr nur einigen wenigen vorbehalten bleibt.

Besagte Evangelisten, Ambassadoren und Visionäre sehen sich bestätigt (zu Recht, wie ich meine), sie haben aber, so nehme ich es wahr, eine weitere gemeinsame Erfahrung im Gepäck: Visionäre Worte reichen nicht aus, auf allen Ebenen eines Unternehmens verstehbar zu machen, was eben diese Veränderung ausmacht und wohin sie führen kann.

Gerade recht kam ein Blogpost mit dem Titel "Connected Enterprises Provide Better Customer Service" von Jonathan Moran, der den Blickwinkel auf die Anforderung interner Veränderung erweitert und das Fazit zieht:
"So the concept of working like a network is absolutely spot on — and global collaboration between employees, customers, and partners — will benefit all consumers from a service perspective."
Dank des lesenswerten Blogposts stieß ich auch auf dieses interessante Video, das die Verzahnung interner mit externen (Customer) Veränderungen gelungen darstellt, und so in 2:06 Minuten präzise veranschaulicht, worum wir uns in vielen PowerPoints zu erklären bemühen. 




Konkreter allerdings als im Video wird es in Köln werden, vom 23. - 25.09.2014 auf dem IOM Summit













IOM Summit

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Donnerstag, 21. August 2014

The Digital Workplace Revolution - #ioms14 oder auch: auf zum IOM Summit in Köln

Bereits Anfang der 90-ger Jahre empfand ich, die digitale Revolution habe Einzug gehalten: ein neuer Personalausweis war fällig, und nach recht langem Warten fand ich mich endlich am Platz der Sachbearbeiterin wieder, die mich mit den Worten empfing: „Tut mir leid, ich kann Ihren Antrag heute nicht bearbeiten, unser gesamten Computernetz ist ausgefallen“. Meine Empörung über die Abhängigkeit von irgendwelchen Computersystemen war groß, meine Forderung nach einem Formular, auf dem ich unterschreiben könne, um die weitere Abwicklung vorzubereiten, von Erfolg gekrönt.

Zückte ich damals noch meinen eigenen Kugelschreiber, erbitte ich heute in seltenen Fällen Papier und Stift – ich reise nur noch mit digitalem Equipment durch die Lande und preise das, was ich als Vorteil meiner Arbeitsweise empfinde: es liegen keine Notizzettel mehr herum, da das Erfassen alles Erfassenswerten in einem der sog. mobilen Endgeräte erfolgt, was im Nachgang die Suche nach eben dieser Notiz wesentlich erleichtert (Haben Sie jemals auf einem übervollen Schreibtisch eine handschriftliche Notiz mit Hashtag-Suche gefunden?), besagte Notizen und Anderes steht über die Cloud automatisch auf jedem meiner Geräte zur Verfügung, wenn’s denn auch gar nicht mehr so viele sind wie damals Ordner, Blöcke, Notizhefte, und im Bedarfsfall ist das Teilen mit anderen, das Zusammenarbeiten in „Realtime“ nach Erfüllen minimaler Anforderungen eines Freigabeprozesses möglich.

Betrachte ich, die ich im Zeitalter der Schiefertafel (Schule) und Schreibmaschine (Examensarbeiten + erste Berufsjahre) groß wurde, meine heutige Arbeitsweise, dann bin ich geneigt zu sagen: ich durchlebte die digitale (R)Evolution und ziehe für mich das Fazit: die Vorteile meiner heutigen digitalen Arbeitsweise möchte ich nicht mehr missen. Ich vermag sie mit den Begriffen Effizienz, Zusammenarbeit, Offenheit und Transparenz sowie Wiederauffindbarkeit von Inhalten zu beschreiben. Letzteres Merkmal allerdings mit der Einschränkung, dass diese wesentlich von meiner Disziplin abhängt, konsequent zu verschlagworten, was zugleich aber den Charme besitzt, dass ich mit dem Begriff Disziplin eine alte Tugend in neue Arbeitsweisen retten konnte.

Meine kleine digitale (R)Evolution vollzog sich freiwillig, aus Neugier, aus dem Bedürfnis, effizienter, vielfach auch schneller zu arbeiten, aus der Tugend der Faulheit, denn die technologischen Errungenschaften machten mir vieles leichter, aus Erstaunen und Bewunderung für das, was alles so anders und leichter (für mich) möglich war.
In nicht seltenen Fällen, besser gesagt in den meisten, bringt mir dies aus meinem direkten Umfeld (beruflich wie privat) den Kommentar ein: Ja, Du mit Deiner Technik. Mein Aufschrei, dass das für mich nun aber auch gar nichts mit Technik zu tun habe, dass diese meine Arbeitsweise für mich einfacher sei als irgendwelche supermodernen Haushaltsgeräte zu bedienen, verhallt ungehört. Veränderung = Technik = ist nichts für mich, da nicht Technik affin, das ist die simple Antwort, die mir entgegenhallt und das Verhaftetbleiben in Altbekanntem zementiert – ungeachtet der Nutzung von Navigationsgeräten oder Bordcomputern im Auto, die „man“ mal so nebenbei „programmiert“. Eine Antwort, die mir seit vielen Jahren immer dann begegnet, wenn es sich in irgendeiner Form um die Bedienung von Maus und Tastatur handelt. Seien es damals Veränderungen via Textverarbeitung gewesen, dann das Nutzen von E-Mail und heute, ja heute halt die angesagten und angemessenen Arbeitsmittel.

Digitale Evolution begegnet mir allenthalben, vom Fernseher bis zur Smartphone-Nutzung, von der Scanner-Kasse bis zur Diagnostik im Auto. Und während viele, ich zähle mich ja nicht als Einzelfall, diese Evolution für sich nutzen, verweigern viele sich partiell sprich am Arbeitsplatz der Nutzung adäquater Arbeitsorganisation und -prozesse, und ich verhehle nicht, dass dies Privileg vielfach den sog. Wissensarbeitern vorbehalten bleibt – dem Monteur in der Autowerkstatt hingegen bleibt es verwehrt.


http://www.iom-summit.de/
Kollaborativ, wertschöpfend, integrativ – Attribute, die der Veränderung des Arbeitsplatzes vorauseilen, Attribute, die ich aus meiner Erfahrung unterschreiben kann, aber auch Attribute, die wir nun einmal von meiner ganz persönlichen Betrachtungsweise lösen sollten. Der Ort, an dem dies umfassend möglich ist, liegt in Köln, genauer im KOMED Köln. Denn dort findet vom 23. – 25.09.2014 der IOM Summit 2014 statt, und genau der beschäftigt sich mit der Digitalen (R)Evolution auf größerer Ebene, in Unternehmen, mit Praxisbeispielen, Workshops und mehr. Und damit treten obige Eindrücke aus meinem kleinen Kosmos in einen übergeordneten Sinn.


Und wer sich jetzt schon seinen digital Workplace einstimmen möchte, folgt dem IOM Summit


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Montag, 31. März 2014

#selc14: Bald ist es wieder so weit!

http://www.selc.ch/
"Emotions in Learning" lautet das diesjährige Thema der Swiss eLearning Conference, kurz #selc14. Zwei Aspekte lassen mich dem Event entgegenfiebern: das Thema als solches mit einem Programm, das hochkarätigen Input zu versprechen scheint, und natürlich die Ehre, auch in diesem Jahr, somit zum dritten Mal, die virtuelle Konferenz moderieren zu dürfen.

Obwohl wir aus eigener Erfahrung alle um die Kombination Emotions und Learning wissen, führte das Thema Emotionen in der Planung von Lernszenarien aus meiner Wahrnehmung heraus eher ein Schattendasein. Bringen uns die schon fast haptisch sinnlichen Intensität bei der Nutzung etlicher Apps, die Überlegungen zu Gamification, das Erleben eines vernetzten (emotionalen) Lernens, die Fokussierung auf Lernen statt auf Lehren und ein "people centered learning" das Licht in der Betrachtung von "Teilhaben und Teilnehmen an einem Lernerlebnis"? Anbetracht des Programms und der Qualität vergangener Konferenzen sei schon jetzt vorweggenommen: ein Erlebnis wird die #selc14 allemal werden.

Also vorgemerkt, wer's noch nicht getan hat: der 08. und 09. April stehen ganz im Zeichen von "Emotions in Learning".

Montag, 24. Februar 2014

Online Session: Lernen oder Lehren 2.0?

"Setz Dich hin und lerne" war ein Ausspruch, den ich in meiner Jugend häufiger hörte. Was ich dann zu tun hatte, war klar definiert, denn die mir zur Verfügung stehenden Mittel waren sehr überschaubar: Schulbuch, Heft, Stift und natürlich mein Kopf, den ich mit Wichtigem und weniger Wichtigem möglichst dauerhaft, heißt bis zur nächsten Klassenarbeit, befüllen musste.
Der Blick auf die Perspektive Lehrende war ebenso fest umrissen: zu obigen Mitteln gesellte sich die Tafel, in späteren Zeiten vereinzelt die nach Spiritus duftenden Matritzen.
Dank des technologischen Fortschritts bleibt uns heute nicht nur der Spiritusduft vorenthalten, nein, wir scheinen über schier unzählige Möglichkeiten des Lernens zu verfügen, betrachtet man alleine die Anzahl der Begrifflichkeiten, die sich rund um Lernen tummeln. Auch wenn meist "Learning" auf der Verpackung steht, geht es in der Regel jedoch um "Teaching", also um die Frage, wie bringen wir den zu vermittelnden Inhalt an die Schüler und Schülerinnnen, an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Unternehmen.
Helfen uns nun die vielen Begrifflichkeiten wirklich weiter? Blicken Sie noch durch, wenn es um Tablet Learning oder Mobile Learning geht, um Smart Learning gar oder Social Learning? Wissen Sie das Richtige aus der Angebotskiste zu ziehen, wenn Sie Weiterbildungsangebote für Ihre Mitarbeitenden planen möchten?
Masterhora hat mich gefragt, ob ich in einer online Session mit Interessierten über Lernen und Lehren 2.0 diskutieren möchte. Ich habe ja gesagt, und wer mit mir und anderen ein wenig einsteigen möchte ich die Thematik, ist herzlich willkommen am kommenden Mittwoch von 11 - 12 Uhr, online, versteht sich.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Best Blog Award: Ein üppiges Stöckchen wurde mir zugeworfen.

Best Blog AwardHarald Schirmer war's, der auch mir dieses Best Blog Award Stöckchen zuwarf. Und seine elf Fragen? Eine Herausforderung, nahe an der Grenze zu sehr Persönlichem, und daher nicht mal eben nebenher zu beantworten.


Soll ich - soll ich nicht? Im Grunde dann doch keine Frage, wenn mich Harald fragt, daher auf zu meinen Antworten:

  1. Welche Person war 2013 für Dich ein wahres Vorbild - und worin?
    Einen Namen mag ich hier nicht nennen, aber der Ehemann einer Freundin der Tag und Nacht für seine schwerst kranke Frau einfach nur da ist, ist mein wahres Vorbild für 2013. Denn er strahlt Herzenswärme, Geduld, Zuversicht und so viel Liebe aus, die nicht nur seine Frau umgibt, sondern auch die Menschen einzuschliessen scheint, die mit den Beiden in Berührung kommen. Er ist mein Vorbild für Geduld, Zuversicht und Herzenswärme in einer Situation, die aussichtslos erscheint.
  2. In welchem "untypischen" Land würdest Du gerne 4 Wochen leben?
    Was mag ein "untypisches" Land sein? Typisch oder untypisch wofür und worauf bezogen? Egoistisch beziehe ich es denn einfach auf meine Reiseerfahrung, und so möchte ich einmal (mindestens!) 4 Wochen in Mexico mitten in den alten Tempelanlagen leben. Mit der Einschränkung: jemand müsste mich bitte vor all den Krabbeltieren schützen.
  3. Wenn Du für Deutschland eine Entscheidung treffen dürftest, welche wäre das?
    Obwohl ich keine Freundin von Verordnungen bin, aber die würde ich dann doch gerne mal für "Deutschland" entscheiden und erlassen: die Verordnung der positiven oder zumindest neutralen (wenn das denn überhaupt geht) Sichtweise nach vorhergehendem geduldigen Zuhören und eine Abkehr vom pessimistisch Negativen (= bewusste Dopplung).
  4. Du hast eine Zeitreise gewonnen - wohin gehst Du und was machst Du dort?
    Meine Zeitreise führt in die Megalithkultur auf der Suche nach dem Anliegen,das die Menschen trieb, diese herrlichen Monumente zu erschaffen, und den Geist zu spüren, der an einigen Orten heute noch zu schweben scheint.
  5. Über welches kleine Geschenk freust Du Dich am meisten?
    Ein entspanntes zufriedenes Lächeln / Lachen des Menschen, der das große Zimmer meines Herzens bezogen hat, freut mich nicht nur, sondern macht mich glücklich. 
  6. Du kannst eine Frage an wen auch immer Du möchtest stellen - Wer soll was beantworten?
    Es fallen mir spontan Etliche ein, doch wäre es ungehörig, dies hier in der Öffentlichkeit zu fragen. Daher begebe ich mich auf höchst politische Ebene: Mister Obama, halten Sie Angela Merkel für eine Terroristin, weil Sie ihr Mobiltelefon abhören?
  7. Welchen Vorsatz wirst Du 2014 wohl nicht umsetzen?
    Es dürfte wohl der selbe Vorsatz sein, denn ich Jahr für Jahr fasse, und der mir nie gelingt: des öfteren Ruhe- und Entspannungspausen einzulegen und einfach einmal so absolut gar nichts zu tun außer den Augenblick zu spüren, dass es mir dann doch sehr, sehr gut geht, dass meine Lieben und ich gesund sind und ohne Einschränkung in der nächsten Sekunde aufstehen können, um etwas Neues anzugehen oder auszuprobieren.
  8. Für welche Organisation sollte ich dieses Jahr spenden?
    Die erste "Ich-Frage", die Harald formuliert, und ich frage mich, meint er mich oder soll ich ihm etwas empfehlen? Ich kombiniere dies einfach und sage: die Organisation(en), die sich in Deiner (meiner) Stadt für diejenigen engagiert, denen es nicht so gut geht wie uns: Frauenhäuser, Tafeln, Kinderheime, Tierschutz. 
  9. Welche Rechnung würdest Du am liebsten nicht bezahlen?
    Keine Frage, die GEZ-Gebühren, mit mehrfachem Ausrufezeichen, und auch nicht weiter erklärungsbedürftig!!!
  10. Was sollte ich 2014 unbedingt machen?
    Die zweite "Ich-Frage": Harald, Du solltest uns unbedingt an Deinen Erfahrungen weiter teilhaben lassen, seien es Deine großartigen E 2.0-Erfahrungen oder Deine wunderbaren Fotos - beides eine Bereicherung für diejenigen, die daran teilhaben können. Gibt es etwas, das ich 2014 unbedingt machen möchte? Ja, auch das gibt es, ich möchte mit der Freundin (siehe Frage 1) in 2014 den Spaziergang unternehmen, für den wir uns in diesem Jahr verabredet haben und der ein gemeinsames Ziel als Zeichen ihrer Genesung geworden ist.
  11. Wo spielt Dein Lieblings Tatort ;-)?
    Ich oute mich: Tatort schaue ich eher selten, wenn ich mal davon ausgehe, dass Harald den Fernsehkrimi meint. Wenn, dann gefiel mir der Münsteraner mit seinen Akteuren recht gut, da sich die Charaktere aber nicht wirklich weiterentwickeln, schwenke ich lieber zu meinem eigentlichen Lieblings Tatort über: mein Garten, in dem es immer viel zu gestalten gibt, und die umgebende Landschaft bei Spaziergängen mit den Hunden. Ja, das ist mein Lieblings Tatort ;-)
Nun ist es an mir, das Stöckchen weiter zu reichen - mit meinen Fragen geht es an Monika E. König, Heinz Wittenbrink, Anja C. Wagner, Bianca Gade, Kai Thrun und Marcel Kirchner. Und da ich zu den an mich gestellten Fragen sehr gerne andere Perspektiven lesen würde, reiche ich diese 11 Fragen weiter.

Sonntag, 24. November 2013

Wie bereiten wir unsere Kinder für die Zukunft vor?

Stephen Perse schreibt in seinem Blogbeitrag:
"Our current education system is dominated by grades."
und stellt ein excellentes Video zur Verfügung.

Ein Video, das man sich mindestens zwei Mal anschaut: wegen der grandiosen Visualisierung, und dann erneut wegen des Inhalts, der viel Gedankenfutter offeriert.

Meine Sonntagsempfehlung: zurücklehnen, sehen, hören, nachdenken:

Dienstag, 5. November 2013

Why Open Education Matters

#OER dürfte inzwischen vielen ein Begriff sein, mehr noch: sollte so sehr Selbstverständlichkeit werden, dass wir im Grunde gar nicht mehr darüber schreiben müssten.

Ein wirklich gelungenes Video führt nicht nur in #OER ein, sondern verdeutlicht ein Stück weit die Idee, die hinter der Aussage: #OER muss Selbstverständlichkeit werden, liegt, und das in 2:27 Minuten.


Wer mehr zum Thema wissen möchte, sei auf den Artikel von Sandra Schön verwiesen:  "Juhuu! – Gestern erschienen ist die November-Ausgabe der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE 8/4, November 2013) mit dem Themenschwerpunkt 'Wie gestalten wir die Zukunft mit Open Access und Open Educational Resources?'”

Ein "Juhuu", dem ich mich applaudierend anschließe, schließlich ist #L3T mit "a quarter million downloads", wie Martin Ebner schrieb, schlichtweg DAS PARADEBEISPIEL schlechthin für #OER.

Freitag, 25. Oktober 2013

#L3T - wie immer: das Wesentliche auf den Punkt gebracht

Dass im August dieses Jahres bei #L3T beachtlich viele Akteure eine Woche lang zu Werke gingen, mag vielleicht noch in Erinnerung sein. Dass dieses großartige Projekt und diese "Aktionswoche" in verblüffender Kürze und Präzision auf den Punkt gebracht werden kann, beweist (wieder einmal) Martin Ebner. Toll!