Montag, 14. Juli 2008

Experten in MMB Learning Delphi 2008: eLearning Trends

mmb - Institut für Medien- und Kompetenzforschung - legt mit der Studie MMB Learning Delphi 2008 das Ergebnis einer Expertenbefragung vor (Juli 2008). Die wichtigsten Ergebnisse des Trendmonitors:
  • Thema Web 2.0: als "Lernwerkzeuge" werden Lerner-Communities, Wikis und semantische Suchmaschinen als bedeutend angesehen, vor allem im Hinblick auf informelles on-Demand-Lernen
  • Trendthemen nach Gewichtung: Social Software, Open Content, Personalisierung, Game Based Learning
  • Nicht mehr im Mittelpunkt: Lernplattformen
  • Berufliche Weiterbildung: Tools zur Contentmodularisierung und Weiterverwertung werden wichtiger; Lerninhalte werden zunehmend im Unternehmen der Anwender produziert.
  • Zielgruppen der eLearning-Branche: Großunternehmen, Hochschulen/Schulen, Öffentliche Verwaltung
  • Verschmelzung: eLearning und Wissenmanagement werden sich immer näher kommen.
  • Deutschland im internationalen Vergleich: eher Mittelfeld, gute Position in der didaktischen Qualität.
Wer die Studie lesen möchte, möge hier klicken. Die Pressemitteilung ist hier zu ersehen.

Ein paar kommentierte Aspekte:
Nicht verschwunden sind die virtuelle Welten aus dem Blickfeld der Experten, aber deutlich in den Hintergrund getreten. Das überrascht mich nicht wirklich, zumindest aus Sicht (Weiter-) Bildung in Großunternehmen. Lernszenarien in virtuellen Welten zu entwickeln, die technischen Voraussetzungen am Arbeitsplatz zu schaffen (man denke nur an Sicherheitsaspekte), die Zielgruppe "in ein virtuelles Lernszenario zu führen" - das ist recht aufwändig (= Kosten, Zeit), muß intensiv begleitet werden (man denke an ältere Arbeitnehmer/innen) etc. Das "Bildungsherz" schreit danach: ausprobieren! Die Kenntis der Realität Weiterbildung im Unternehmen, die "Ratio" (Kosten) fordern andere Gewichtungen.
Und daher zu begrüßen: die prognostizierte Annäherung von elearning und Wissensmanagement. Und zwar nicht aus der Sicht "Rapid eLearning", das m. E. leider viel zu oft schon didaktisch-methodische Mindeststandars vermissen läßt, sondern aus der Sicht Open Content, basierend auf dem Wissen einer Community.
Erfreulich der verstärkte Trend zu Game Based Learning - Spielen macht einfach mehr Spass, wie oft weisen Feedbacks zu Trainings mit Planspielen u. ä. dies aus. Mehr Spass = mehr gelernt, da sollte eigentlich nicht mehr gezögert werden.
Zu empfehlen: dass auch HR-Verantwortliche, Personalentwickler, Entscheider in (Groß-) Unternehmen die Studie lesen.

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