Montag, 8. September 2008

Ich will lernen

Stillschweigend gehen wir davon aus, dass in unserer Bildungsgesellschaft jeder lesen kann - stimmt aber nicht!
Stillschweigend gehen wir darüber hinweg, dass Beiträge in Printmedien, Online-Medien, vor allem in Blogs, wie ich am Rande beobachte, mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern oftmals üppig ausgestattet sind.

Scheint auf den ersten Blick eine optimale Ergänzung zu sein: die einen können nicht merken, dass die anderen Beschränkungen ihres Gedankentransports durch (Rechtschreib-) Regeln nicht wollen.

Mich interessieren diejenigen, die nicht können - die können nämlich, wie ich heute durch einen Artikel von heute.de Magazin erfuhr: es wird von einem Kinderbuchautor, einer von 4 Millionen Analphabeten in Deutschland, berichtet, der über ein Online-Portal lesen und schreiben lernte. Das Portal habe ich mir angeschaut, ich bin begeistert!

www.ich-will-lernen.de begeistert mich als Lehrende: didaktisch-methodisch gehört für mich das Portal des Volkshochschulverbandes mit zum Besten, was ich bisher online gesehen/getestet habe: Online schreiben lernen und/oder Kenntnisse im Rechnen verbessern ist Zielsetzung des Portals - völlig kostenlos. Man meldet sich an (über die Anmeldeprozedur informieren Audio und Text), nutzt die Diagnostik und Selbsteinschätzung, um das Lernpaket zu schnüren.

Ich möchte ja nicht die Nutzerzahlen von www.ich-will-lernen.de in die Höhe treiben (seit dem Jahr 2004: knapp 130 000), doch allen, die Lesen und Rechnen lernen wollen, sei dieses Portal empfohlen. Ebenso wie allen Lehrenden, Konzeptionisten, auch Produzenten von Online-(Rapid) Trainings - auch wir Lehrenden können hier lernen - so oder so.

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