Mittwoch, 12. November 2008

Effizienzsteigerung durch Social Networking

Endlich ist es belegt, dachte ich bei der Überschrift "Social Networking erhöht die Effizienz im Arbeitsalltag" von contentmanager.de. Begierig nach Zahlen und Beweisen las ich weiter:
"Die Nutzung von sozialen Netzwerken als alltägliches Werkzeug am Arbeitsplatz erhöht die Effizienz und ermöglicht eine offenere und transparentere Arbeitsweise - dies ergab eine unabhängige Marktstudie, die von AT&T veröffentlicht wurde."
Und dies mittels folgender Tools:
  1. Firmeneigene Plattformen zur Zusammenarbeit im Intranet (39%)
  2. Foren innerhalb des Unternehmens (20%)
  3. Vom Unternehmen produziertes Videomaterial, das über Intranet zugänglich ist (16%)
  4. Online-Netzwerke wie LinkedIn, Facebook etc. (15%)
  5. Externe Kooperations-Tools wie Wikis und interne Blogs (jeweils 11%)
Der Nutzen:
  • kollektive Wissen von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten (36 %)
  • einfachere Teambildung und bessere interne Zusammenarbeit (32 %)
  • Die deutschen Nutzer sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz sehen die Vorteile vor allem im Zugang zu Problemlösungen (56%) und darin, dass sie ihr persönliches Fachwissen erweitern können (52%).
Probleme:
79 Prozent der Arbeitnehmer in Europa assoziieren soziale Netzwerke mit negativen Aspekten. Dabei wurden die Ablenkung der Arbeitnehmer (49%) und die Gefahr, dass vertrauliche Informationen aus dem Unternehmen über Kanäle wie soziale Netzwerke nach draußen gelangen könnten (45%), am häufigsten genannt. Dies geschieht in Deutschland häufiger als in den anderen europäischen Ländern (Beweist dies mal wieder die German Angst?)
Und:
"'Die Veränderung ist eher soziologisch als technologisch, deshalb ist es schwierig, die Kriterien traditioneller ROI-Berechnungen auf die Arbeit mit sozialen Netzwerken anzuwenden', so Joachim Kathmann, Vice President für Deutschland und Zentraleuropa bei AT&T."
Ja, und das war es dann, denn die angeführten ausführlicheren Informationen brachten nichts wesentlich Erhellenderes. Ich gestehe, ein wenig Enttäuschung machte sich breit - ein Status Quo Report, mehr nicht, vielleicht auch nicht weniger.

Doch nicht passend, zumindest was die zahlenmäßig (über 50 %) belegte Problemlösung und Wissenserweiterung in Deutschland betrifft in Anbetracht folgender Aussage:
"Welche Instrumente setzen Unternehmen, um den „Wandel für Innovation“ erfolgreich umzusetzen, heute ein – und welche werden künftig wichtiger werden? Das Internet allgemein und die neuen Wissensportale (wie unternehmensweite „Wikis“) besitzen eine überraschend geringe Relevanz!"
Zu lesen in einer weiteren Studie, diese zum Thema "Innovationsbereitschaft und -fähigkeit" des FAZ-Instituts und der Beratungsgesellschaft peakom. Und weil Einführung von Social Networking im Arbeitsalltag arg viel mit Innovation zu tun hat, sei ein näheres Betrachten wärmstens empfohlen - und mit 24 Seiten ist diese Best Practice Studie gut zu lesen.

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