Montag, 29. Dezember 2008

The CAMPER model: success factors for Enterprise 2.0

Camper Modell, das gefällt mir. Verknüpfen sich für mich damit nicht nur wunderschöne Erinnerungen an (bisher) 2 Touren mit dem Camper durch Kanada - nein, ein Blick auf dieses Modell birgt in seiner gänzlich anderen Bedeutung Grundsätzliches an "Spielregeln" für Enterprise 2.0.

Sean Lew erläutert in seinem Beitrag
Enterprise 2.0 success factors - The CAMPER model, was sich dahinter verbirgt:

Communication - Aim - Membership characteristics - Process and hierarchy - Environment - Resources

Communication
"is the key in Enterprise 2.0. The Basis of social networking and collaboration is communication".
Stimmt, aber sollte Kommunikation nicht bereits gelebte Selbstverständlichkeit sein? Unter dem Blickwinkel von Enterprise 2.0 und sozialen Netzwerken: von welchem Kommunikationsverständnis sprechen wir? Meinen Vertreter "Welt 1.0" und Verfechter "Welt 2.0" das selbe, wenn sie von Kommunikation reden? Mein Erfahrenes zeigt: vielfach eben nicht. Denn (und jetzt springe ich auf den Zug des unmöglichen Denglisch auf) aktiv zu social networken ist ein Prozess der Erlebens-, Einstellungs- und Verhaltensänderung. Umfang und Anforderungen sind Welt 1.0 hier und da weniger bewußt, weniger bekannt, kaum erlebt. Verfechter 2.0 hingegen halten Netzwerknamen und -icons wie mahnende Wegweiser fordernd aufrecht. Im Grunde ein idealer Startpunkt, sich über Kommunikation jetzt und in 2.0 zu verständigen.

Aim
"The aim of each workspace should be a shared aim and everyone would work towards getting to the objective. With a clear goal in mind, it would be easier to get things done."
Stimmt, und auch hier ein Zusatz: nicht die Plattform, nicht die IT sollte das Ziel definieren. Es bringt nicht wirklich viel, mit einer Prise Wiki und einem Häppchen MashUp zu schauen, was man denn nun damit so Richtung 2.0 verändern kann.

Membership characteristics
"In this factor, we are looking at how easy is it for interested parties to get onto the network, how easy is it to find talent and the types and quality of members within the community."
Und weiter:
"This is important as anything raised in the Enterprise 2.0 platform would be well covered and well represented by all key stakeholders in the organisation."
Stimmt, leider nur nicht so easy, nur leider sind die "interested parties" nicht zwangsläufig in entsprechende Projekte involviert.

Process and hierarchy
"The key in this factor is flexibility....For example, if users are asked to contribute on a certain topic and there is a strong consensus on the solution, a senior person should not just overwrite the consensus but instead join in the discussion and come to a comprise or a new consensus."
Stimmt, doch hier knüpfe ich an meine Anmerkung zu Communication an: sollte dies nicht Selbstverständlichkeit einer Unternehmenskultur ungeachtet 1.0 vs. 2.0 sein?

Environment
"For example, if the environment has a culture of selfishness, then knowledge sharing and collaboration might not work. Also if the environment is generally made up of introverts, social networking might not be conducive....For this to happen, C-level support is needed to ensure that people will adopt such technology."
Stimmt, und doch wird die Adaption der Technologie wenig bewirken. Wie viele User mußten ohne Wahlmöglichkeit neue Unternehmenssoftware "adaptieren" (Einführung von SAP z. B.)? Nur: an erster Stelle sollte nicht die Adaption der Technolgie stehen. Wenn die Einstellung stimmt, klappt's mit der Technologie fast von alleine. Siehe Kommunikation, Verhaltensänderung etc.

Resources
"All required resources must be available before success can take place. Support for leadership (C-level and middle management) must also be present to ensure adoption. Staff on the ground must also have the time and capability to contribute and share."
Stimmt, doch "Staff on the ground" ist oftmals privat engagierter in sozialen Online-Netzwerken als das Top- oder Middlemanagement - hier sehe ich eine vielfach weniger beachtete Ressource.

Fazit:
CAMPER-Modell - das passt. Das Modell legt schlichte Eckpunkte fest, die weitaus differenzierterer Verzweigungen und Verbindungen bedürfen. Und eben diese Schlichtheit, wir erlösen sie dann noch endgültig aus der IT-Ecke (Sean Lew's Blog bloggt unter "Synergise IT" mit dem Zusatz: "It's not about the technology, it's about the people") könnte den Weg öffnen, den Standort zu bestimmen, mögliche Wege zu erkunden, Bemerkenswertes am Wegesrand zu entdecken, aus der ein oder anderen Sackgasse wieder herauszufinden, um konsequent die Etappenziele anzusteuern.

1 Kommentar:

  1. Hi Ellen,

    Thanks for your write up on the CAMPER model. At this stage, this model is very immature and requires alot of modification. I have made some changes today and created a pretty picture on my blog. I hope to create this as more of a high level guideline to help people implement Enterprise 2.0 and try to target the non-technical aspects of the implementation.

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