Montag, 19. Januar 2009

Für jeden Schüler einen Laptop, denn IT gehört in moderne Lernkultur

Das hielt Bundes-Bildungsministerin Annette Schavan schon vor 10 Jahren für wichtig. Bekräftigt hat sie es erneut in einem Interview, das sie dem Deutschlandfunk am 17.01.2009 gab: "Es geht um Bildung, um Modernisierung und Sanierung - Bildungsministerin Schavan über das Konjunkturprogramm II"

Die zügige Bereitstellung von Geldern sieht Schavan positiv, denn:
"Weil in der Tat, es geht nicht nur um Gestaltung von Krise, es geht darum, dass das Land danach moderner und innovativer ist. Und dazu können wir jetzt im Bildungsbereich und bei den Hochschulen viel beitragen."
Die vorgesehenen Milliardenausgaben ermöglichten eine raschere Umsetzung der im Bildungsgipfel beschlossenen Maßnahmen. Verteilt werde nach dem "Königsteiner Schlüssel", der Orientierung an Einwohnerzahlen.

Dass dies neben der baulichen Modernisierung der Schulen auch die Anschaffung von Laptops betreffen könne, liegt letztendlich wieder in der jeweiligen Länderhoheit. Und in der privaten Investition - sprich Eltern. Denn:
"Laptops werden längst auch außerhalb der Schule natürlich von den Jugendlichen eingesetzt, insofern gibt es gute Modelle vor Ort, die mit Eigenbeiträgen von Eltern verbunden sind, aber auch den Anteil der öffentlichen Hand beinhalten. Bald wird die "didacta" in Hannover eröffnet, da wird die Debatte wieder stattfinden: Wie ist das mit den Lernmitteln in Deutschland? Es ist gut, dass der Staat hier viel tut, aber es ist für Bildung von Kindern und Jugendlichen auch wichtig, dass auch außerhalb der Schule das, was damit an Bildungsmöglichkeiten verbunden ist, eine Rolle spielt, also auch privat investiert wird."
Sicher wäre es zu früh, konkrete Maßnahmen zu erfahren, ein auf den Punkt gebracht: Das packen wir jetzt an. Und mehr, wenn tatsächlich pro Kind ein Laptop, wie steht es um die Lehrerfortbildung? Wo ist die Anschubfinanzierung, den Laptop für das Kind aus der IT-Ecke zu holen?

Vielleicht lag es ja auch am frühen Interview-Termin; ich wäre um 07:29 Uhr mit Sicherheit noch nicht so ganz an Bord. Ein wenig schade ist es aber schon, dass außer allgemeinen Statements wenig Konkretes zu lesen ist.

Hier das vollständige Interview:

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