Donnerstag, 26. Februar 2009

Unsere Zuhörerschaft aber hört „Technologie”, nicht Bildung,

"Unsere Zuhörerschaft aber hört „Technologie”, nicht Bildung" - dieser Satz untermauert ein "Ernüchternde Ergebnis", das Gabi Reinmann in ihrem Blog beleuchtet. Unter Bezug auf einen Beitrag von Joachim Wedekind über die unzulängliche Nachhaltigkeit von E-Learning-Förderungen im Hochschulbereich setzt sich Gabi Reinmann mit dem Phänomen auseinander, warum wir
"mit unseren „Lernen mit Medien”-Themen auf der Agenda immer wieder auf die hinteren Plätze rutschen."
Und weiter führt sie aus:
"Je mehr digitale Technologien selbstverständlicher Bestandteil des Informations- und Kommunikationsverhaltens eines Großteils der Bevölkerung werden, umso überflüssiger dürfte es werden, das Lernen und Lehren mit digitalen Medien zu vertreten, weil auch das „normal” ist, denn Lernen ohne Information und Kommunikation funktioniert nicht. Da sind wir aber noch nicht. Vielmehr stehen sich hier diejenigen gegenüber, für das bereits so ist, und diejenigen, die bei denen genau das nicht der Fall ist. Damit sind Missverständnisse und gegenseitige Verständnislosigkeit zwischen diesen beiden Gruppen vorprogrammiert."
Ich lese fast schon eine Realitätsbeschreibung, denke ich an vielfältig erlebte Situationen. Just heute hielt ich eine Präsentation und machte am Ende meine Kollegen darauf aufmerksam, dass ich bewußt alle "Versionierungen mit 2.0" vermieden habe, um die damit verbundene Technologienähe herauszunehmen und den Fokus auf Ziele und Inhalte zu lenken. Recht oft erlebte und erlebe ich, dass Konzepte, die Wörter wie digital oder Technologie, gar Webbased Training am Rande mit sich führen, flugs der "IT-Truppe", da Technik, zugeordnet werden. Das ist aus der Historie des Erlebten verständlich, aber weniger zielführend.

Eine Hausaufgabe für beide Gruppen, sich sprachlich anzunähren und sich dort abzuholen, wo der jeweils andere steht - denke ich, und danke Gabi Reinmann für ihren Beitrag.

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