Dienstag, 4. August 2009

#1: Mein zweiter Anlauf in Second Life: Einkleiden

Vor ungefähr 2 Jahren wagte ich meine ersten Gehversuche in Second Life. Erklärt sich fast von selbst, einfach und intuitiv zu bedienen - durch diese Attribute, die ich seinerzeit vernahm, traute ich mir ein Betreten der virtuellen Welt zu.
Mein Aufenthalt dauerte damals nicht so arg lange; ich wußte ehrlich gesagt nicht so recht, was ich dort sollte. Und dass ich erst einmal ohne Kleidung in Erscheinung trat, dass ein Einkleiden nicht unbedingt so intuitiv wie in der realen Welt vonstatten ging, verlockte nicht gerade zum Verweilen.

Heute schaut das anders aus, da ein betriebsinternes Projekt, das ich dann (sogar) selbst initiierte, mich vor die neue Herausforderung stellt: hinein in die virtuelle Welt. Über meine nun bildungsprojektmotivierte Annäherung an Second Life berichte ich in losen Folgen(stets mit kleinem Augenzwinkern).

Ein wenig ausgestattet war ich nun ja schon mit Wissen: überleg Dir vorher einen Namen, mach Dich nach Deinem ersten (entblößten) Erscheinen zügig aus der Ankunftzone heraus, versuche einigermaßen geradeaus zu gehen und gib Dich in stiller Ecke ans Anziehen. Gesagt, getan: Block und Stift lagen bereit. Jule Tenenbaum war geboren.
Das Fortbewegen ging auch schon ein wenig flüssiger, von dem ein oder anderen Schlenker mal abgesehen. Also auf zur ersten Tat: ich benötige Kleidung, und am Outfit meines Körpers konnte ich auch etwas tun. Das Bild oben zeigt, da hat sich durchaus etwas getan - aber immer noch nicht so intuitiv, wie mancherorts verkündet. Schließlich war ja auch mein Ehrgeiz geweckt: bedingt durch mein Projekt ist es mir verwehrt, mich heinlich und unauffällig in der virtuellen Welt zu bewegen: ich werde mich zeigen müssen, und das dann bitte mit passablem Aussehen.

Ich bemerkte: meine Entdeckerlust blieb auf der Strecke bei der Outfit-Frage, und auch diverse Tutorials in Second Life, Vidoekanälen oder Wikis vermochte ich mit meiner Ungeduld und dem Zeitproblem (ich kann nicht Stunden ausprobieren) nicht in Einklang zu bringen. Die Nächte sind zum Schlafen da - also her mit fachkundiger Unterstützung. Es zeigt sich, was Netzwerke "taugen" (Twitter, Educamp): dank SLTalk und meinem Twitterfreund Tobias Würtz (Tobi, der gebührt schon jetzt ein Lorbeerkranz) ging und geht das dann flotter mit der Einarbeitung.

So ganz unvorbereitet wollte ich Tobias dann doch nicht gegenübertreten und schaute mich natürlich im Deutschen Tutorium in Second Life um - Klasse gemacht, viele Übungen und begleitend die Informationen der Deutschen Mentoren rüsteten mich für die erste Begegnung mit Tobias in der virtuellen Welt aus.

Schnell erfuhr ich dann, dass sich Kleidung in Second Life auch kostenlos erwerben läßt, an meiner ersten Hausaufgabe, mich mit 2 Outfits auszustatten, scheiterte ich kläglich. Business-Kleidung fand ich eher nicht, zumindest nach meinen Vorstellungen in Anlehnung an das Outfit, das ich beruflich zu tragen gewohnt oder angepasst bin. Es sei denn, üppiger Busen, hochhackige Schuhe und langes blondes Haar würden darunter zählen (gibt's zuhauf). Nein, ich will zwar kein virtuelles Alter-Ego schaffen, aber mich künftig mit Bildungskollegen in der virtuellen Welt treffen, und darum...na, ein bißchen konservativer bitte. Doch Suchen ermüdet - entnervt und ausgelaugter als beim Shoppen im realen Leben klagte ich mein Leid.

Es erübrigt sich zu sagen, dass mein "Coach" Abhilfe wußte - und so macht Einkaufen Spaß, und dass dabei nicht nur Kleidung mein Begehren weckte, läßt folgendes Video erahnen (ach ja: hat außer müden Augen nichts gekostet).


Fazit der ersten Schritte:
  • Anstrengend war und ist es, beileibe nicht so flott, wie prognostiziert. Ich denke an mögliche Zielgruppen für Lernen in virtuellen Welten und erlaube mir den vorsichtigen Schnellschuß: holla, da muß gründlich vorbereitet werden. Ich weiß, das gilt für jeden Unterricht, jede Unterweisung, in dieser Umgebung erahne ich aber die bereichernde andere Form einer Vorbereitung. Und das finde ich gut.
  • Psst, unter uns: das macht doch glatt Spaß, sich so einen ollen Truck zu nehmen und durch SL zu fahren!

Kommentare:

  1. Hehe, ein deckungsgleiches Abbild meiner Second Life-Erfahrung. Nur dass ich mich bisher nicht wieder hinein wagte, nachdem ich die ersten Meter planlos umherirrte. :) In diesem Sinne: toi toi toi.

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  2. Hallo Markus, dann sind wir schon 2 Personen. Ich stelle aber fest: mit meinem Ziel vor Augen (Projekt) schaut das Erleben schon ganz anders aus. Nicht leichter, aber halt zielgerichtet. Danke Dir für's Toi...

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  3. Hallo miteinand, "Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der dritte"
    Gruß Uta (SLO)

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  4. Hallo Ulla, herzlich Willkommen im Bunde - Gruß Ellen

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