Mittwoch, 5. August 2009

#2: Mein zweiter Anlauf in Second Life: Your object has been returned to your inventory

Also wenn ich zu Hause Dinge herumliegen lasse, harren sie in der Regel so lange an Ort und Stelle, bis ich sie als störend empfinde, was manchmal dauern kann. Nicht so in Second Life.

In Second Life herrscht Ordnung, wie ich erfahren durfte, als mich folgende E-Mail erreichte:
You have received a message from Second Life:
Your object 'Coldwater Wilderness Camper' has been returned to your inventory lost and found folder by Das zweite Leben from parcel 'Deutsches Tutorium, deutsche Sandbox, RFH Koeln, german help' at Pixelpark 116, 146 due to parcel auto return.
Unschwer zu erkennen: ich hielt mich auf dem Gelände der RFH Koeln auf. Was eine Sandbox ist und wozu sie dient, hatte ich noch nicht gelernt. Dazu später. Wo mein Zuhause sein wird, weiß ich auch noch nicht so genau. Kommt auch später. Aber wenn Jule Tenenbaum dann schon einmal so einen wunderschönen Camper hat, warum dann nicht die Nacht dort verbringen, wo man sich wohlfühlt?

Dachte ich, und parkte mein Objekt = Camper auf dem gepflegten Rasen der RFH, um Jule Tenenbaum - ist ja jetzt irgendwie ein Teil von mir - bis zur nächsten Anmeldung an Second Life in angenehmen Ambiente zu wissen.

Ich lernte: geht nicht, darf man nicht, ist wildes Campen und nicht erlaubt. Na ja, wenn sich dort jede parken würde! Wenn also demnächst auf dem Campus der RFH Verbotsschilder "Campen nicht erlaubt" stehen: ich bekenne mich schuldig. Und entschuldige mich beim Deutschen Tutorium, ich hab's nicht gewußt.

Gelernt habe ich: fremde Gegenstände werden nach einer definierten Zeit dem Eigentümer ins Inventar unter Lost Objects gepackt. Das ist praktisch, wenn auch peinlich, denn mein Camper war ja nicht der einzige Gegenstand, der über diesen Weg in mein Inventar zurückkam.

Dass ich etliches herumliegen ließ, bemerkte ich erst durch besagte Mailbenachrichtigungen. Vom eher sachlichem Ton obiger Mail bis zum leichten Vorwurf war die Bandbreite individuell.

Fazit:
  • Bedauerlich: in der virtuellen Welt muß ich doch tatsächlich ordentlicher sein als im realen Leben.
  • Schön wär's: die Gegenstände zu Hause sortieren sich auch nach definierter Zeit an Ort und Stelle.
  • Noch ungelöst: mein virtuelles Zuhause - und so ziehe ich mich zum Nachdenken an die Küste zurück (siehe Bild oben)

Kommentare:

  1. Liebe Ellen,
    was Deine Heimatlosigkeit angeht, bist Du nicht allein. Miara Lubitsch hat extra eine Gegend eingerichtet, wo Newbies für einen Knopf und nen Klicker für maximal 3 Monate ein eigenes Haus mieten können.

    Einfach ne IM an Miara Lubitsch schreiben.

    Und ich freu mich schon auf den nächsten Teil Deiner Erfahrungsberichte :-D

    Liebe Grüße,
    Tob

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  2. Na, das sind ja gute Nachrichten - ob Jule ein vorläufiges Zuhause findet? Gruß Ellen

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