Freitag, 7. August 2009

#3: Mein zweiter Anlauf in Second Life: Rückenschmerzen

Haben Sie schon einmal an einer Veranstaltung teilgenommen und im luftleeren Raum gesessen?

Jule Tenenbaum hat es!

Und es ging nicht darum, die "coolen Noppen" der neuen Turnschuhe ins Bild zu rücken - nein, kaum blieb Jule stehen, begab sie sich in diese unbequeme Sitzposition, während die restliche Teilnehmergruppe entspannt und locker stehend dem Vortrag lauschte. Insgeheim war ich froh, dass zumindest das Gehen "normal" und nicht hoppelnd vonstatten ging.

Erst eine Nachricht im Chatfenster mit der Hilfe: "Stopp mal die Animation, geh auf...", verschaffte Abhilfe. Aber: auch das dauerte, bis ich die Nachricht entdeckte - zuviele Eindrücke.

Mein erster Auftritt im Arbeitskreis E-Learning in Second Life fand also im Sitzen statt. Aber gelernt habe ich nun: bevor ich mich von Punkt A zu Punkt B teleportiere: Aufstehen.

Fortbewegungen lassen sich mit speziellen Gangarten verfeineren. Es versteht sich, dass nach dieser Information meines Coaches mein nächster Übungs- und Lernschritt festgelegt war. Unglaublich die Vielfalt an Angeboten für "female walks", nicht wenig geprägt von Hüftschwüngen, die mir im realen Leben tatsächlich Rückenschmerzen bescheren würden. (Einschub: Ich habe einmal ein WBT zu Augenübungen erstellt - wir hätten uns viel Arbeit sparen können: einen Avatar in SL mit Sexy Walk laufen lassen = Augenübung in Vollendung!) Während die Bandbreite von Laufsteg-Walk über sexy-Walk schier unerschöpflich ist, gestaltet sich der sog. Business Walk eher dem normalen Gang, der dem Avatar mit in sein Leben gegeben wurde.



So stapft Jule Tenenbaum dann lieber weiter bodenständig durch die eLearning-Angebote, während auf dem Weg dorthin elfenhafte Ladies an ihr vorbeischweben.


Amüsant die Standposen, die ich entdeckte: im Bedarfsfalle kann ich nun um Frieden bitten. Das mit dem Hocken funktionierte ja eh schon.













Und wie es sich für ein sportliches Outfit gehört: Handstand in der Abenddämmerung ist auch schon möglich, das relativiert dann auch wieder die Rückenschmerzen.











Fazit: Sich neu einzukleiden erscheint mir im Nachgang eher leicht gegenüber der Anforderung, meinen Avatar mit Gesten und Emotionen auszustatten. Woran liegt es? Zum einen daran, dass viel Ausprobieren (und damit viel Zeit) erforderlich ist, die gewählten Animationen an den Avatar zu bekommen. Weitaus gewöhnungsbedürtiger ist für mich, mit der klischeehaften Bedienung der "Gattung Mann und Frau" klarzukommen.

Dass ich den Klischee-Angeboten nicht nachkommen muß, zeigt Jule Tenenbaum (und viele andere), die eben nicht durch ein Hüftleiden gefährdet sein und in verschämter "Kindchenpose" einem Vortragenden lauschen wird. Und genau das ist der Weg, den Jule und ich weiter gehen werden: nämlich "unseren eigenen", halt wie im richtigen Leben.




Und das Tolle ist: wenn' s mir zu "bunt wird", dann teleportiere ich halt.

Und hab meinen Spass dabei

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