Dienstag, 11. August 2009

#4: Mein zweiter Anlauf in Second Life: Blaue Flecken

Zum Glück bewegt sich Jule Tenenbaum in einer virtuellen Welt. Interessant bunt sähe sie sonst aus bei all den blauen Flecken, die sie sich in den Stunden ihrer Existenz schon eingefangen hat.

Ein gezieltes Zusteuern auf eine Wand vollzieht sich manchmal sicherer als das routinierte Umschreiten derselben.

Neidvoll versucht Jule den Gestalten nachzuschauen, die gemessenen oder eilenden, auf jeden Fall sicher wirkenden Schrittes an ihr vorbeieilen. Doch durch Drehen des Körpers landet der Blick vielfach auf etwas völlig anderem. Nun obliegt Jules Steuerung durch das virtuelle Geschehen mir mit meiner Maussteuerung und der Bedienung von nur 4 Pfeiltasten. Sollte eigentlich zügig vonstatten gehen, und - wie ich so munkeln hörte - gaaanz einfach. Bei mir nun sollte eher nicht von zügig gesprochen werden. Wie das ausschaut, dokumentiert das kleine Video.



In der Rückschau auf meine ersten Gehversuche in der virtuellen Welt waren es wohl solche Startprobleme wie das Geradeausgehen, die mich neben der Frage, was soll ich eigentlich hier, zum Aufgeben veranlassten. Heute schaut dies doch anders aus. Ein hoher Motivationsfaktor ist mein Projektziel. Noch mehr aber reizt mich die Herausforderung: das muß doch zu schaffen sein, auch wenn es bei mir länger dauert.

Läuft Jule also mal wieder gegen die Wand, dann entmutigt mich dies heute nicht. Ich lasse sie ein paar Schritte zurückgehen und dann auf ein neues. Und bei Bedarf kann ich ja sowohl Jule als auch mich per Mimik motivieren.

Fazit
Ohne Ziel kein Vorwärtskommen - reine Neugierde wie bei meinem ersten Versuch kombiniert mit persönlicher Ungeduld, an zig-Quellen nachschauen zu müssen, wie ich einzelne Schritte bewältige, motivierte nicht zum Verweilen und Ausprobieren.
Heute gesellen sich weitere Ziele zur Neugierde, und das ist gut so. Heute weiß ich auch um weitere hilfreiche Anleitungen, allen voran die wertvollen Tipps im Deutschen Mentoren-Blog, die ich sehr empfehle.
Oh je, denke ich manchmal, wie mag das in einer Lerngruppe sein, die neu startet, und die "Kursleitung" fordert auf: "Gehen wir mal kurz dort hinüber". Ob das so endet wie Jule vor der Hecke?
Vielleicht gibt es unter den 3D-eLearning-Experten schon Überlegungen, positive Energiebällchen oder Ähnliches zu positionieren, die beim Vorbeigehen aufleuchten, ins Virtuelle flüstern: "Keine Sorge, ich bin ein Avatar, der schon 10 Mal vor die Wand gelaufen ist. Mir macht's immer noch Spass." und als Avatar materialisiert fröhlich winkend davonschweben.

Kommentare:

  1. Hallo Ellen!
    Jetzt weiß ich endlich, was Du unter "bei mir ist das was langsam" verstehst...
    Ich kann nachvollziehen, dass es für Dich recht frustrierend ist, mit Jule überall anzuecken, doch liegt das weder an Deinen, noch an Jules motorischen Fähigkeiten, sonder einfach nur an der Bildwiederholungs-Geschwindikeit.(so, wie das im Video aussieht, wird es in Fachkreisen "Diashow" genannt ;-) ) Wir werden uns beim nächsten Mal die Clienteinstellungen genauer ansehen, da können wir sicher noch was rausholen.
    Und vielleicht noch ein Trost: Wenn Du unter diesen Bedingungen Laufen lernst, rennst Du später allen davon ;-)

    Liebe Grüße,

    Tob

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  2. Hallo Tobi,
    weit gefehlt: von Frustration keine Spur, dafür bereitet das Entdecken und Ausprobieren einfach zu viel Spass. Na ja, und Ruckeln kann auch durch die Filmaufzeichung entstehen - das verlangt dem Rechner ja doch ein wenig was ab.
    Ich freue mich aber schon auf den neuen Lernbaustein.
    Deine gelehrige Schülerin ;-)

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