Donnerstag, 1. Oktober 2009

#13: Mein zweiter Anlauf in Second Life: Mutprobe - sie hat sich jetzt schon gelohnt!

Was hat diese Idylle mit einer Mutprobe zu tun?

Unschwer zu erkennen ist, dass es sich um ein Bild aus Second Life handelt, und wer Jule's Fortschritte bisher verfolgte, weiß auch, dass die ein oder andere Begebenheit filmerisch dokumentiert wurde.

Nun haben diese Filme, die in Second Life "gedreht" werden, einen eigenen Namen: Machinima.

Produzierende von Machinimas haben sich in der "Second Life Machinima Artists Guild" zusammengeschlossen. Jule trat vor einer Weile bei.

Das wäre nicht weiter weltbewegend, wenn nicht ein Machinima Award ausgelobt worden wäre - um es kurz zu machen: nach längerer Zeit des Hin- und Herüberlegens - Jule hat teilgenommen.

Nun wäre es vermessen, die Verantwortung für die Teilnahme an den virtuellen Avatar abzutreten; bleibt somit die Frage, was mich als reale Person bewegte, am Wettbewerb teilzunehmen.

  • Grund 1: Ein wesentlicher Aspekt sind einige Jahre meiner beruflichen Tätigkeit, die ich mit der Produktion von Webbased Trainings verbringen durfte. Diese Erfahrungen in einer virtuellen Welt umzusetzen, stellten und stellen einen großen Anreiz dar. Wie kann man eine "kleine Story" in einem Machinima erzählen?
  • Grund 2: Wie lange dauert es von der Idee bis zum halbwegs akzeptablen Produkt? Die Antwort zu finden reizt, denn für mögliche Lernszenarien ist durchaus ein Einsatz von Machinmas denkbar. Ein Gespür für Produktionszeit (+ evtl. Kosten) zu gewinnen war ein Ausprobieren wert. Ist es in der befristeten Zeit zu schaffen? Schließlich war Ende letzter Woche Einreichungsschluß.
  • Grund 3: Das reine "Doing"; wie kann ich die erworbenen Fertigkeiten wie Kameraführung sinnvoll einsetzen, worauf habe ich zu achten (Bildausschnitt, Grafikeinstellung uvm.), was mache ich, wenn ich weiterarbeiten will (und muß), aber die Verbindung zu wünschen übrig läßt? Noch mehr Aspekte könnte ich aufzählen, die sich erst im Erstellungsprozeß als Aspekt herausstellten und zu einer fast unüberschaubaren Anzahl kleiner Filmchen und Bildern führte.
  • Grund 4: Wie mag das sein, nicht mal gerade so in Second Life vorbeizuschauen, sondern sich in der virtuellen Welt intensiv mit einem Thema zu beschäftigen? Eine wichtige Erfahrung für mich, sollte ich daran denken, Lernende in die Virtualität zu verführen.
  • Grund 5: Das Thema, denn Jule und ich haben ein Machinima als "Tribut to Mother Earth" erstellt, angeregt durch das wunderschöne Island Etopia, über das ich in nächster Zeit ausführlicher berichten werde. Auch mein Respekt für die Macher von Etopia Island, die für's Leben und Lernen einen vorbildhaften Ort geschaffen haben.
  • Grund 6: Da kommt er wieder, der Spaßfaktor. Aber es ist in der Tat so: einfach so in Second Life "herumzulaufen", von hier nach da nach dort zu teleportieren ist weniger mein Begehr. Doch mit einem Ziel vor dem realen Auge, einem "Auftrag" - sei er selbst erteilt oder in Lernzusammenhängen verordnet -, macht's Spaß, erschließt sich die virtuelle Welt und die Sinnhaftigkeit von Lernen in virtuellen Welten Stück für Stück mehr.

Was bleibt noch?

Das Filmchen daselbst - bitte schön. Und wer mag, kann ja Jule und mir ein wenig die Daumen drücken. Für mich / uns hat es sich jetzt schon gelohnt - denn wir sind Newbies: in SL und bei Machinimas.

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