Montag, 16. November 2009

Enterprise 2.0 Summit und die Frauenquote

Ich entsinne mich, als vor vor 1,5 Jahren einen Vortrag zum Thema Web 2.0 hielt, leitete ich mit den Worten ein: Eigentlich dürfte ich nicht hier vor Ihnen stehen, denn 1. bin ich gut über 50 Jahre alt und 2. eine Frau."

Ich "durfte" weiter vortragen - was offensichtlich nicht jeder Geschlechtgenossin möglich ist, denn Frank Wolf hat unter dem Aspekt der Geschlechterverteilung eine Nachlese zur Enterprise 2.o Summit verfasst und einfach mal gezählt:

"Von insgesamt 31 Sprechern waren männlich: 31 und weiblich: 0. NULL." Warum?
Seine Erklärungsansätze zeigen von "IT war eh schon immer männlich besetzt" bis nicht Erreichen der weiblichen Zielgruppe, was daran liege könne, dass Mann und Frau per natura eher auf Nichtverstehen geeicht sein könnten.

Frank Wolf möge mir verzeihen: ich freue mich schon sehr darüber, dass er dieses Thema aufgegriffen hat, den Deutungsansätzen allerdings vermag ich mich nur bedingt anzuschließen, und seine Einladung an "uns Frauen" klingt denn eher (mit Verlaub) ein wenig gönnerhaft:
"Wenn sich also zukünftig die Männer in trauter Enterprise 2.0 Runde mal wieder ein „It is not about technology!“ zurufen, dann wäre auf der Suche, worum es denn dann eigentlich geht, auch eine weibliche Perspektive wertvoll und uns sehr herzlich willkommen."

1 Kommentar:

  1. Gibt es denn alternative Deutungsansätze? Es ging mir im Kern auch nicht um die Deutung, warum die Frauenquote so gering ist, sondern vielmehr den Denkanstoß, dass es speziell diesem Thema überhaupt nicht gut tut, wenn die Frauenquote so gering ist. Schade, wenn es gönnerhaft wirkt - gemeint ist es so nicht.

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