Donnerstag, 1. März 2012

Gibt es das "Social LMS"?

"Social LMS comes to iPad" - ein Tweet, der mich geradezu aufforderte, das Element des "Social" zu betrachten und, mit Verlaub vermerkt, in der folgenden Beschreibung dann auch zu vermissen:
"... is a fully hosted SaaS learning management system that combines traditional LMS functionality with Web 2.0 and social networking tools (audio and video chat, blogs, whiteboards, forums, etc.) similar to those found on popular social networking services, along with e-commerce functionality and content management."
Chat, ob audio oder video, Whiteboard und Forum sind erprobte und wahrlich keine neuen Instrumente in vielen Lernmanagementsystemen (siehe Wikipedia, Stichwort LMS). Sortieren wir E-Commerce und Contentmanagement heraus, die auch nicht unbedingt für Web 2.0 oder gar Social Web sprechen, dann verbleiben: Blogs. Und natürlich die mobile Variante, die allerdings auch nicht per se "social" bedeutet:
...is also available in a mobile edition,..."
Meine Meinung: ein mobiles LMS macht genauso wenig ein "Social LMS" aus wie die Möglichkeit zu bloggen, denn auch Bloggen kann eine reine Einwegekommunikation sein.

Wie schaut es bei einem LMS mit einigen Eckdaten des Social ein wenig fernab vom gemanagten Lernen aus, als da sind:

connect, share, learn, communicate und vor allem UGC (User Generated Content)

Ist nicht ein Managen des Lernens, wenn es denn von den Lernenden aus betrachtet wird, eher Richtung PLE oder PLN (Personal Learning Environment und Personal Learning Network) anzusiedeln ohne die für ein LMS eher typischen Berechtigungskonzepte? Stehen nicht "Social" und das Verständnis von Lernmanagementsystemen im Widerspruch?

Fragen, die mich auch in der nächsten Zeit weiter beschäftigen werden und weiter nach einem Social LMS Ausschau halten lassen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen