Mittwoch, 11. April 2012

Beim dritten Hinschauen hat's geklappt: Arbeiten mit Evernote

Es soll ja Menschen geben, die sich jedes erdenkliche Tool zum Ausprobieren auf's Smartphone oder Tablet laden. Zumindest ich gehöre zu dieser Spezies, obwohl sich meine Gewohnheiten heute schon auf ein festes Repertoire an mobilen Arbeitsmitteln beschränkt. Und doch kann ich es einfach nicht lassen: sofern ein Tool kostenlos angeboten wird, muss ich es einfach ausprobieren. So auch geschehen mit Evernote, das sich virtuelles Gedächtnis nennt.

Ich gestehe: so rein gar nichts konnte ich mit Evernote anfangen. Ganz nett, aber für meine tägliche Arbeit dann doch eher nichts, so lautete mein Fazit nach dem ersten Hinschauen und auch nach dem zweiten Versuch bestätigte ich mich selbst. Doch immer wieder liefen mir Kommentare, Blogpost oder Erfahrungsberichte zu diesem Tool über den Weg, so dass ich einen dritten Versuch unternahm, dem Werkzeug eine Chance hinein mein Arbeits- und Lernumfeld zu geben.

Das Ergebnis sei hier auf den Punkt gebracht: heute möchte ich Evernote nicht mehr missen. Ich kenne noch nicht alle Möglichkeiten, bin aber von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sehr angetan - hier eine kleine Auswahl:
  • Gedanken zu Seminaren und Workshop sind rasch skizziert und im Bedarfsfall den Partnern rasch zugestellt
  • interessante Web-Artikel lege ich dort ab
  • Mitschriften von Veranstaltungen finden ihren Weg hinein
  • eine Themensammlung stelle ich Mitlesenden zur Verfügung (gut geeignet für Projekte)
Besonders reizvoll: um Evernote zu nutzen, muss es nicht das Smartphone oder Tablet sein, das geht auch ganz komfortabel über den Browser. Kleine "Helferlein" erleichtern das Aufpicken interessanter Webinfos direkt aus dem Browser oder anderen Tools heraus, so dass ich in der Tat ein Sammelbecken für Wertvolles jeglicher Art entdeckt habe, mit dem ich sogar munter weiter arbeiten kann.

Dass Evernote auch in Lernzusammenhängen Sinn macht, verdeutlicht der Blogpost "Evernote in Education" von Richard Byrne, der exemplarisch für die doch recht große Zahl an Beiträgen zum Thema stehen soll.

Was ich neben dem Umgang mit dem Tool noch gelernt habe: es lohnt sich manchmal, mit etwas Abstand dann doch noch mal hinzuschauen und es nicht bei einem ersten Urteil zu belassen. Und den Satz "Das ist nichts für mich" habe ich dann vorerst mal aus meinem Wortschatz verbannt und bemerkt: ich habe nicht dem Tool, sondern mir selbst eine Chance gegeben.

Kommentare:

  1. Ja, manchmal ist es wirklich so wie oben beschrieben. Und man braucht dann mehrere Anläufe.
    Ich selbst habe mit dem Umstieg auf Evernote gezögert, weil ich mir nicht sicher war ob die Evernote-Funktionen (die ich ja noch nicht so wirklich kannte) "mein Ding" sind.
    Aber jetzt bin ich überzeugter Evernoter :-)
    Noch mehr Text zu meiner Verwendung: http://www.hsw.onpw.de/blog/tag/evernote/

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  2. Welche toller Beitrag im Blogpost, herzlichen Dank! Da kann ich ja wirklich noch viel mehr ausprobieren.

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