Dienstag, 17. April 2012

Swiss eLearning Conference - online ist fast wie mitten drin bei #selc12

Heute war der erste Tag der Swiss eLearning Conference und ich hatte mich für die virtuelle Teilnahme angemeldet. Nicht ahnend, was für ein intensiver Tag auf mich zukommen würde.

Beeindruckend war schon im Vorfeld die hervorragende Vorbereitung; "uns Virtuellen" wurde frühzeitig ein Link zugesandt, mit dem wir die technischen Bedingungen checken konnten. Wen wundert es dann, dass es während des ersten Konferenztages keine technischen Probleme (ich erinnere dieses Horrorgespenst aus den Anfangszeiten von eLearning noch sehr gut) gab. Die Übertragung war excellent, der Service perfekt. Doch, wie Martin Raske in seinem Vortrag auf Lernmanagementsysteme bezogen anmerkte: der Inhalt macht's spannend.

Jetzt hat man ja als virtuell Teilnehmende die Möglichkeit, während eines Vortrages einfach aufzustehen, sich anderen Dingen zu widmen usw. Nicht so bei #selc12 - die hochkarätigen Vorträge, die erfreulicherweise so mitten aus der Praxis kamen und zeigten, was bei anderen so geht oder noch nicht so ganz geht, welche Erfahrungen gewonnen und hier in der Konferenz geteilt wurden, die Top-Referenten und die gekonnte Moderation fesselten mich regelrecht an den Rechner. Ich denke, die Referenten werden ihre Präsentationen bereitstellen, und da von der #selc12 auch rege in Twitter berichtet wurde, verzichte ich hier auf Details zu den Vorträgen bis auf folgende Anmerkungen:
Das habe ich mitgenommen von
  • Martin Ebner: Mobile Learning in der Praxis - die vermeintliche Erkenntnis, von neuen Medien zu reden, trifft im Grunde nur für uns Ältere zu - für junge Menschen sind die Medien nicht neu, sie sind Alltag. Schmunzelnd stellte ich fest, dass die Gegenstände wie VHS-Cassetten oder Schallplatten, die Kindern gezeigt wurden, ob sie diese kennen, dass es diese Gegenstände in meiner Jugend noch gar nicht gegeben hat. Und schon wieder vorbei, der Hype Videorecorder. Von Martin nehme ich noch eine tolle App-Empfehlung mit: Explain Everything, die selbstverständlich schon den Weg auf mein Tablet gefunden hat.
  • Andrea Kuhn-Senn: Das Projekt Future Learning muss keine Zukunftsvision sein, sondern ist heute schon gestartet: Papierlose Trainings, Vernetzung schon in der Ausbildung, Einsatz von Tablets nicht nur zum Lernen in der Ausbildungszeit, sondern auch als Vorbereitung für künftige Kundengespräche - das sind nur ein paar Stichworte, die ihren Weg aus dem informativen und motivierenden Vortrag hierher finden.
  • Christoph Pimmer, der beeindruckend über den Einsatz mobilen Lernens im Krankenhaus berichtete nach dem Grundsatz des "verkehrten Lernens": Lernen am Problem statt Studieren im Lehrbuch und Transfer in den Alltag.
  • Martin Raske mit seinen mobilen Lernwelten für mobile Mitarbeitende, der genau wie ich, dies sei gestattet anzumerken, die Unterstützung des Social Learning als spannende und eine wirkliche Herausforderung empfindet.
Wer sich nun das Konferenzprogramm anschaut, wird nach zwei weiteren Referenten Ausschau halten: der Keynote von Oliver Buchhofer und dem Vortrag von Gerhard Schwed. Zu erstem kam ich leider zu spät online, bei letzterem musste ich leider früher die Konferenz verlassen.


Selbstverständlich nicht ohne Grund, denn auch wenn meine Mitbewohnerin die Konferenz überwiegend verschlief, musste ich dennoch ihren natürlichen Bedürfnissen Tribut zollen und mich auf in den Wald machen.

Drückt dieses Hundegesicht nicht ein gewisses Maß an Zufriedenheit und Wohlfühlen aus? Es könnte ein Spiegel meiner Befindlichkeit während der virtuellen Teilnahme sein. Die #selc12 ist ja nicht die erste Veranstaltung, an der ich online teilnehme, und doch empfinde ich sie schon nach dem ersten Tag als eine besondere Erfahrung: ich hatte das Gefühl, im Veranstaltungsraum zu sitzen und mich in die Konferenz einbringen zu können, so ein klein wenig Teil der Veranstaltung zu sein, obwohl Hunderte von Kilometern zwischen uns lagen und, ja, ich gebe es zu: der Gedankenaustausch im direkten Kontakt während der Pausen eben doch fehlte. Aber dafür gibt's ja Twitter, oder?

So freue ich mich auf den morgigen Tag. Von diesem erhoffe ich mir allerdings, dass mir die heimischen Störungen (2 Handwerker und Schornsteinfeger) erspart bleiben. Aber so ist das eben, wenn man von zu Hause an einer Konferenz teilnimmt.

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