Mittwoch, 17. April 2013

Und schon wieder vorbei: #selc13 und #echh13

und irgendwie sind sie doch nicht vorbei, die beiden Veranstaltungen. Terminlich gingen sie fast nahtlos ineinander über, inhaltlich zumindest für mich ohne Unterbrechung. Das ließ keine Zeit, ein Resumee der #selc13 (Swiss E-Learning Conference) zu verfassen, bevor es denn in's #echh13 (Educamp) ging. Hier nun meine Impressionen aus beiden Veranstaltungen.

http://www.selc.ch/
Mein diesjähriger Eindruck von der Swiss E-Learning Conference:

Wie im Vorjahr schafften es die Veranstalter, nicht nur excellente Keynotes, Vorträge und Sessions an Bord zu holen, sondern darüber hinaus mit einem Methodenmix aus Vortrag, World Cafe und Barcamp (in 2013 neu) eine lebhafte und diskussionsfreudige Teilnehmerschaft die Dauer von 2 Tagen nicht spüren zu lassen - im Gegenteil: am 10.04. um kurz nach 17 Uhr stellte man verblüfft fest: wie, schon vorbei? Und das galt aus meiner Sicht auch für die virtuelle Teilnahme, die auch in diesem Jahr ermöglicht wurde.

Und wie im Vorjahr war die gefühlte Wirklichkeit, mitten im Geschehen zu sein. Hochachtung vor der Meisterleistung, auch die Beiträge des World Cafes und die Sessions des Barcamps zu übertragen. Technisch bedingt konnten natürlich nicht alle Thementische und Sessions berücksichtigt werden, doch hatten die Veranstalter im Vorfeld per Mail bereits die Interessen der virtuell Teilnehmenden bezüglich der Thementische World Cafe ermittelt. Und die Entscheidung über die zu übertragenden Barcamp Sessions erbrachte eine online Abstimmung über Twitter. Virtuell mehr dabei geht kaum. Ein besonderes Highlight war neben der fachlichen Qualität die letzte Keynote: Aus San Francisco wurde Jeanne Beliveau-Dunn, Vice President and General Manager Learning@Cisco, in Zürich zugeschaltet mit Übertragung an die virtuellen Teilnehmenden, die sich ihrerseits mit Fragen einbringen konnte. Und dies muss man sich einmal wirklich vor Augen halten: San Francisco virtuell nach Zürich und damit virtuell zu den Teilnehmenden. Und dies im gegenseitigen Austausch von Fragen und Antworten. Auch wenn ich in virtuellen Sessions nicht gerade ungeübt bin - dies hat mich für ein Konferenzformat beeindruckt.

Auch inhaltlich präsentierte sich die #selc13 hochkarätig: Educate your customer, das Konferenzthema, wurde vielseitig präsentiert. Der für mich interessanteste Satz stammt von Andreas Bischof, Leiter Berufsausbildung der Bühler AG: "Altbekanntes neu denken". Denn es lohnt sich durchaus, Szenarien wie ein virtuelles Klassenzimmer noch einmal zu bedenken, um zu derart beeindruckenden Resultaten wie bei der Bühler AG zu kommen: Lernen, Mitmachen, sich Austauschen über alle geografischen Grenzen hinweg und sozial buchstäblich im selben Schulungsraum eingebunden.

Last but not least meine Rolle als "Moderatorin" für die virtuell Teilnehmenden, die mich die beiden Tage der Konferenz komplett an den Rechner band, völlige Konzentration forderte und mir zugleich enorm viel Freude bereitete.
Zum Einsatz kamen der Laptop als Hauptinstrument zur Teilnahme an der virtuellen Konferenz und Beobachtung der Chatbeiträge sowie Twitter-Aggregatoren, das Tablet zur Beobachtung des Twitterstreams und das SmartPhone, um rasch Fotos des Bildschirms zu erzeugen. Second screen als Arbeitsinstrument sozusagen. Gut, PC / Laptop hätte auch genügt, aber eine virtuelle Moderation bietet ja auch den Vorteil, viel ausprobieren zu können. Ein leichtes Manko bestand aus meiner Sicht daran, im sog. Chat des Übertragungstools nicht reagieren zu können. Da aber alle Fragen, Anmerkungen über Twitter an die Moderatoren weitergeleitet und beantwortet wurden, gleicht sich m. E. dieses kleine Manko aus.
"Moderatorin" in Anführungsstrichen? Ja, denn ich verstand meine Aufgabe eher als Bindeglied denn als Moderation zwischen virtuell Teilnehmenden und Moderatoren vor  Ort. Das funktionierte bestens, und die Moderatoren in Zürich ließen keine Frage unbeantwortet, keine Anmerkung unbeachtet. Virtuell ist eben einfach mitten drin, wenn Teilnehmende sich aktiv einbringen.
Und wer den Twitterstream der #selc13 verfolgte, konnte erkennen: Moderatoren vor Ort und virtueller "Moderatorin" genügten 140 Zeichen, um sich kurz auszutauschen und zu reagieren. Und dieser Tweet zeigt, es hat funktioniert:
http://educamp.mixxt.de/

 Zum #echh13, dem Frühjahrs Educamp in Hamburg, reiste ich mit drei Hashtags an: #Altbekanntes #neu #denken (Sie bemerken die Nähe zur #selc13?).
Es war ein fröhliches Educamp, hervorragend organisiert von der Hamburger Educamp-Crew, beflügelt von guten Sessions und regem Gedankenaustausch. Es tut immer wieder einfach nur gut, "alte Bekannte" zu treffen, neue Gesprächspartner und -partnerinnen zu finden, sich über Education und Lernen in Barcamp-Athmoshäre auszutauschen.

Wer sich einen Überblick über die vielen Sessions und einen tieferen Blick in die ein oder andere Session verschaffen möchte, wird in dieser Aufstellung fündig.


http://thenew.ununi.tv/
Ob #mmc13 Klassentreffen, ununi.tv durch Anja Wagner oder die beeindruckende Vorstellung des VHS-MOOC durch Joachim Sucker bis hin zur  eigenen gemeinsamen Session mit Klaus Meschede - bis auf eine Mittagspause habe ich bei diesem Educamp keine Session "geschwänzt", und alle, an denen ich teilnahm, waren intensiv, anregend, informativ. Durch alle Sessions in ihrer Individualität zog sich ein roter Faden: neu und anders Denken, Altbekanntes mit dem erweitertem Blickwinkel des gemeinsamen Agierens betrachten, offenen Austausch und (Crowd-) Unterstützung leben.

Und all das muss, wie es so schön heißt, erst einmal verdaut werden, denn beide Veranstaltungen waren keine leichte Gedankenkost. Eines aber bin ich gewiss: das ein und mit Sicherheit auch das andere wird sich in künftigen Beiträgen hier im Blog widerspiegeln, in eben der ein oder anderen Überlegung.

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