Samstag, 29. Juni 2013

Warum ich mir erlaube, so offen für #ununitv zu werben.

Sog. DM = Direct Messages sind eine tolle Sache, denn sie ermöglichen, mit öffentlichen Tools wie Twitter Privatnachrichten zu versenden. Im Laufe der Jahre erhielt ich viele solcher DMs wie:
"Ich wünsch Dir frohe Weihnachten. Tu mir einen Gefallen und retweete mich, ich brauch mehr Follower".
Zugegeben, so platt sind die DMs oder Mails nicht immer, aber ob MOOC-O-Mania oder sonstige Anliegen, sie kommen zu einem, die Bitten um Unterstützung. Das ist in Ordnung so, und es ist meine Entscheidung, wie ich damit umgehe. Und weil es (für mich) in Ordnung ist, habe nun ich die Timeline, mein eigenes Blog mit Posts über ununi.tv gut befüllt.

Warum?
Ich komme nicht jeder DM- oder Mailbitte nach, nur dann, wenn ich das Anliegen auch selbst vertreten und dahinterstehen kann (z. B. das großartige #l3t). Bei ununi.tv kann ich es nicht nur vertreten, dahinterstehen, nein: ich bin ja schon mittendrin. Ich befinde mich in dem Flow, den Anja C. Wagner mir begrifflich so nahe gebracht hat. Bildung erschließt sich mir in weiteren neuen Dimensionen, oder, wie es bei oreillyblog ausgedrückt wird:
"Ununi.TV wird von einer größeren Gruppe von Netzmenschen getragen und weiterentwickelt. Alle eint der Wunsch nach einer Anlaufstelle, die sehr flexibel auf die Informationsbedürfnisse ihrer Mitglieder eingehen kann."
Einer Anlaufstelle, die bereits heute über eine Dynamik verfügt, die nicht mehr aufzuhalten sein wird. Hier habe ich bereits ein wenig darüber geschrieben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt erschloss sich mir erst gestern, als ich vorbei an Feldern, Äckern, Häusern fuhr. Parzellen sozusagen, die meist von einem Zaun umgeben sind, der signalisiert: hier endet Deins und meins beginnt. Vor mein geistiges Auge schoben sich die "parzellierten" Bildungsangebote: das E-Learning, der Klassenraum, das formale Training, das Mobile Learning, das Lernmanagementsystem, der Kurs usw. Oder mit anderen Worten: das eingerichtete Lehrsetting mit abgesteckten Grenzen. Kleine Grenzüberschreitungen bringt das "b", wenn's denn um blended geht, doch letztendlich öffnet hier auch nur der Parzelleninhaber die Pforte zwischen zwei nebeneinanderliegenden Lehrparzellen.

Ununi.tv kennt keine Parzellierung, keine Begrenzung, erst recht keinen Pförtner, der Zugang gewährt. Es ist, um das gezeichnete Bild noch ein wenig zu strapazieren, ein weiteres weites offenes Land neben all den anderen Parzellen.

Vereinzelt scheint mir, dass am Rande dieser weiten Fläche mit ihren Unterschieden offensichtlich viele "Naturfreunde" stehen und ihre Fernrohre schweifen lassen. Sie schauen auf die umzäunten Gebiete, richten das Rohr in die Ferne, sprich Zukunft, wo sich in allen denkbaren 2.0 - / Social - Corporate - MOOC - Kombinationen künftige Neuordnungen andenken lassen, über die am Wegesrand heftigst diskutiert wird. Nehmen sie nicht wahr, dass der Blick durch ein Fernrohr nur einen begrenzten Ausschnitt zeigt und auch nur das zeigt, worauf man sein Fernrohr richtet?

Für ununi.tv braucht's kein Fernrohr mehr, denn ununi.tv ist da und lebt. Und damit diese etwas andere Bildung jedem und jeder, der sie nutzen möchte, zur Verfügung stehen kann, genau darum erlaube ich mir, für #ununitv zu werben.

Morgen, am Sonntag, geht es um die Entscheidung - bitte unterstützen Sie, helfen Sie mit, dass ununi.tv nach einer kurzen Sendepause am Dienstag die andere Bildung weiter fortführen kann, die in den letzten Wochen bereits in beeindruckender Weise demonstriert wurde.

Bis Sonntag abend können Sie hier etwas für Ihre Bildung tun.

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