Sonntag, 9. Juni 2013

Warum #ununitv viel mit einer "Universität" zu tun hat.

Wie oft und wann schlagen wir eigentlich einen Begriff bei Wikipedia nach? Genau, immer dann, wenn man etwas nicht weiß und eine erste Annährung an eine Definition, einen Zusammenhang sucht. Aber schauen wir auch nach, wenn wir einen Begriff bereits kennen?
Ich habe einfach mal nachgeschaut, woher der Begriff Universität eigentlich kommt, und Wikipedia sagt:
„(vom lateinischen universitas magistrorum et scholarium, Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden“)
Bingo, bin ich geneigt, umgangssprachlich auszurufen, denn bei meiner Begriffssuche interessierte mich nicht die Bedeutung, sondern der Ursprung des Wortes. Und es ist genau dieser Ursprung, der treffender den Grundgedanken von Ununi.tv nicht besser beschreiben könnte: GEMEINSCHAFT VON LEHRENDEN UND LERNENDEN.
Gemeinschaft, dieser Begriff reicht heute viel weiter, als es im alten Rom angedacht werden konnte, denn dank des technischen Fortschritts erleben wir (Netz-) Gemeinschaft orts- und zeitunabhängig, um zwei vielzitierte Kennzeichen im E-Learningkontext zu bemühen, umfassend und grenzenlos.

Bei Lehrenden und Lernenden können wir getrost am alten Bild hier Lehrender, dort Lernende festhalten, entspricht dieses Bild doch in überwiegenden Zusammenhängen dem, was auch heutzutage Bildung ausmacht.

Und deshalb gibt es vielleicht das "un" in Ununi.tv, denn genau dieses Bild verschiebt sich: Lehren kann jede und jeder, doch bei weitem nicht dozierend, sondern eben in der Gemeinschaft, im Dialog, im Austausch und Verbund mit dem Netzwerk. Lehren im Sinne: ich bin Experte/-in eines Themas und lasse andere daran teilhaben, ohne durch institutionelle Genehmigung-Hürden zu kraxeln, die mich mit Blick auf meinen Energievorrat dann doch lieber abwinken lassen.

Für Lernen und Lehren braucht's auch nicht immer das institutionalisierte Verfahren. "Un-"institutionalisiert geht's auch, das ist dann nur die etwas andere Bildung. Ununi.tv eben.



PS 1: Und weil dieser Text nicht in einen QR-Code passt, gibt die gute alte Schriftform heute hier.
PS 2: Universitas habe ich dann doch vorsichtshalber mal in einem lateinischen Wörterbuch nachgeschlagen und darf vermelden: passt.

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