Samstag, 10. August 2013

Visualisierung bei #ununitv: Ich mach mir mal ein Bild davon.

Vielleicht ein wenig altertümlich kommt der Begriff Bildsprache daher, und einen Text um ein Bild anzureichern, ist nicht wirklich etwas Neues.
Dass aber das, was mit den Begriffen Visual Thinking und Visual Literacy verbunden wird, nicht nur ein Attribut an offensichtlich zeitgemäßen Denglish-Sprachgebrauch ist und auch weitaus mehr umfasst als Flipcharts peppig aufzubereiten erfahren wir derzeit bei #ununitv.
Den Auftakt machte Anna Lena Schiller, auf deren Website die Rubriken "grafic recording", "visual facilitation" und "data visualization" das breite Feld des Themas bereits erahnen lassen. Dass es sich aber auch ein Thema handelt, dass all denen offen steht, die einen Stift in die Hand nehmen und fleißig "üben", verdeutlichte Anna Lena Schiller im Interview mit Andrea Brücken recht eindrucksvoll.


"Her mit dem Stift" ist aber auch für Andrea Brücken selbst erprobte Vorgehensweise, und dank moderner Techniken mit Namen APP macht das Üben sogar noch weitaus mehr Spass als mit Stift und Papier.



Kommenden Montag, 12.08., um 12 Uhr erwartet uns bei #ununitv ein weiterer interessanter Gesprächspartner, diesmal zum Thema Sketchnotes. Wer Ralf Appelt begegnet, kommt an Sketchnotes fast nicht mehr vorbei, denn ob er auf einem Barcamp eine Session zum Thema Visualisierung anbietet oder als Mitorganisator des Educamps die Teilnehmenden mit visualisierenden Schildern Orientierung bietet - seine Bilder sind Anker im Kopf, nicht nur für ihn, sondern für alle, die seinen Bildern begegnen. Und ich bin sicher, auch Ralf Appelt wird sagen: Visualisierung? Das geht doch ganz einfach.
Vielleicht werden wir kommenden Montag um 12:15 Uhr nach der Session dann einfach selbst zum Stift greifen.

Kommentare:

  1. Hallo! Sehr spannende Themen! Ich habe mir die beiden Videos angeschaut. Die Arbeiten von Anna Lena erinnern mich ein wenig an Vera Birkenbihl. Von ihr gibt es ja viele sehr motivierende Bücher. Die brauche ich auch, denn ich verstehen genau, was Du meinst, Andrea, wenn Du von Dir als Denk- und Worttyp sprichst und sagst, dass Du Dich immer zum Visualisieren motivieren musst.
    Als Mathematiker habe ich allerdings den Vorteil, dass ich "von Amtes wegen" zuweilen zum Visualisieren gezwungen werde. Funktionsverläufe im Dreidimensionalen versuche ich manchmal in sog. Schrägbildern (perspektivische Darstellungen) zu visualisieren, was mir mehr schlecht als recht gelingt.
    Zu kurz gekommen ist mir die technische Seite. Seit gut 10 Jahren gibt es sehr brauchbare Stifteingabe-Tablets. Sie werden seit Windows XP unterstützt. Man kann damit wirklich schreiben und zeichnen wie auf Papier. Apple hat Stifteingabe nie unterstützt. Nun versucht alle Welt, auf Touchscreens zu zeichnen und zu schreiben. Das geht aber nicht! Da man die Hand nicht abstützen kann, ohne den Bildschirm zu verwischen, muss man alles "in der Luft" machen. Damit kann man aber allenfalls Plakate malen, nicht aber schreiben, wie auf Papier. Wenn ich etwas zeichnen will, das vielleicht an einem Punkt sehr präzise sein muss, gelingt das aus der Luft nicht.
    Auf dem iPad (und Android-Pads) gibt es mittlerweile ziemliche doofe Workarounds. Meistens wird der unterste Bildschirmbereich als Eingabebereich abgetrennt. Was man dort gross schreibt, erscheint verkleinert oben auf der Seite. Eine andere Technik ist, dass nur immer die zwei, drei nächsten Zeilen eingabesensibel sind. Beides ja eigentlich nicht wirklich hilfreich.
    Eine dritte Technik ist ein Stift und Empfänger. Den Empfänger knippst man an den Rand des iPads. Er misst die Position des Stifts. Die Touchfunktion wird ausgeschaltet. Das Zeugs kostet über 100 Euro, wird aber nur von 2-3 Apps unterstützt.
    Das ist zwar ein schnödes technisches Problem, macht es aber eben gerade aus. Touchscreens sind lustig, um Fotoalben durchzublättern oder so. Ich will aber keinen Touchscreen, ich will echte Stifteingabe. Die paar wenigen Convertibles, die das können, sind immer noch klobig und schwerfällig. Wann gibt es ein Tablet, der keinen Touchscreen, sondern ein induktives Display hat?
    Herzlichst,
    Peter

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    1. Hallo Peter, vielen lieben Dank für den ausführlichen Kommentar. Und ich mag es sehr, mit den vielen Apps, die den Weg auf mein Tablet gefunden haben, zu malen. Und ja, es geht mir auch oft so, dass ich mit dem Handballen verwische, obwohl ich zwei verschiedene Stifte + Zeigefinger bemühe. Zum meinem Glück bin ich nicht so sehr auf Feinzeichnungen angewiesen, sondern kann meinen Kritzeleien freien Lauf lassen.
      Mein Anspruch ist daher schon recht freizügig und gemischt mit dem Label der "künstlerischen Freiheit". Ich hoffe, für Dich, dass sich hier technisch flugs was bewegt :-)

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