Donnerstag, 21. August 2014

The Digital Workplace Revolution - #ioms14 oder auch: auf zum IOM Summit in Köln

Bereits Anfang der 90-ger Jahre empfand ich, die digitale Revolution habe Einzug gehalten: ein neuer Personalausweis war fällig, und nach recht langem Warten fand ich mich endlich am Platz der Sachbearbeiterin wieder, die mich mit den Worten empfing: „Tut mir leid, ich kann Ihren Antrag heute nicht bearbeiten, unser gesamten Computernetz ist ausgefallen“. Meine Empörung über die Abhängigkeit von irgendwelchen Computersystemen war groß, meine Forderung nach einem Formular, auf dem ich unterschreiben könne, um die weitere Abwicklung vorzubereiten, von Erfolg gekrönt.

Zückte ich damals noch meinen eigenen Kugelschreiber, erbitte ich heute in seltenen Fällen Papier und Stift – ich reise nur noch mit digitalem Equipment durch die Lande und preise das, was ich als Vorteil meiner Arbeitsweise empfinde: es liegen keine Notizzettel mehr herum, da das Erfassen alles Erfassenswerten in einem der sog. mobilen Endgeräte erfolgt, was im Nachgang die Suche nach eben dieser Notiz wesentlich erleichtert (Haben Sie jemals auf einem übervollen Schreibtisch eine handschriftliche Notiz mit Hashtag-Suche gefunden?), besagte Notizen und Anderes steht über die Cloud automatisch auf jedem meiner Geräte zur Verfügung, wenn’s denn auch gar nicht mehr so viele sind wie damals Ordner, Blöcke, Notizhefte, und im Bedarfsfall ist das Teilen mit anderen, das Zusammenarbeiten in „Realtime“ nach Erfüllen minimaler Anforderungen eines Freigabeprozesses möglich.

Betrachte ich, die ich im Zeitalter der Schiefertafel (Schule) und Schreibmaschine (Examensarbeiten + erste Berufsjahre) groß wurde, meine heutige Arbeitsweise, dann bin ich geneigt zu sagen: ich durchlebte die digitale (R)Evolution und ziehe für mich das Fazit: die Vorteile meiner heutigen digitalen Arbeitsweise möchte ich nicht mehr missen. Ich vermag sie mit den Begriffen Effizienz, Zusammenarbeit, Offenheit und Transparenz sowie Wiederauffindbarkeit von Inhalten zu beschreiben. Letzteres Merkmal allerdings mit der Einschränkung, dass diese wesentlich von meiner Disziplin abhängt, konsequent zu verschlagworten, was zugleich aber den Charme besitzt, dass ich mit dem Begriff Disziplin eine alte Tugend in neue Arbeitsweisen retten konnte.

Meine kleine digitale (R)Evolution vollzog sich freiwillig, aus Neugier, aus dem Bedürfnis, effizienter, vielfach auch schneller zu arbeiten, aus der Tugend der Faulheit, denn die technologischen Errungenschaften machten mir vieles leichter, aus Erstaunen und Bewunderung für das, was alles so anders und leichter (für mich) möglich war.
In nicht seltenen Fällen, besser gesagt in den meisten, bringt mir dies aus meinem direkten Umfeld (beruflich wie privat) den Kommentar ein: Ja, Du mit Deiner Technik. Mein Aufschrei, dass das für mich nun aber auch gar nichts mit Technik zu tun habe, dass diese meine Arbeitsweise für mich einfacher sei als irgendwelche supermodernen Haushaltsgeräte zu bedienen, verhallt ungehört. Veränderung = Technik = ist nichts für mich, da nicht Technik affin, das ist die simple Antwort, die mir entgegenhallt und das Verhaftetbleiben in Altbekanntem zementiert – ungeachtet der Nutzung von Navigationsgeräten oder Bordcomputern im Auto, die „man“ mal so nebenbei „programmiert“. Eine Antwort, die mir seit vielen Jahren immer dann begegnet, wenn es sich in irgendeiner Form um die Bedienung von Maus und Tastatur handelt. Seien es damals Veränderungen via Textverarbeitung gewesen, dann das Nutzen von E-Mail und heute, ja heute halt die angesagten und angemessenen Arbeitsmittel.

Digitale Evolution begegnet mir allenthalben, vom Fernseher bis zur Smartphone-Nutzung, von der Scanner-Kasse bis zur Diagnostik im Auto. Und während viele, ich zähle mich ja nicht als Einzelfall, diese Evolution für sich nutzen, verweigern viele sich partiell sprich am Arbeitsplatz der Nutzung adäquater Arbeitsorganisation und -prozesse, und ich verhehle nicht, dass dies Privileg vielfach den sog. Wissensarbeitern vorbehalten bleibt – dem Monteur in der Autowerkstatt hingegen bleibt es verwehrt.


http://www.iom-summit.de/
Kollaborativ, wertschöpfend, integrativ – Attribute, die der Veränderung des Arbeitsplatzes vorauseilen, Attribute, die ich aus meiner Erfahrung unterschreiben kann, aber auch Attribute, die wir nun einmal von meiner ganz persönlichen Betrachtungsweise lösen sollten. Der Ort, an dem dies umfassend möglich ist, liegt in Köln, genauer im KOMED Köln. Denn dort findet vom 23. – 25.09.2014 der IOM Summit 2014 statt, und genau der beschäftigt sich mit der Digitalen (R)Evolution auf größerer Ebene, in Unternehmen, mit Praxisbeispielen, Workshops und mehr. Und damit treten obige Eindrücke aus meinem kleinen Kosmos in einen übergeordneten Sinn.


Und wer sich jetzt schon seinen digital Workplace einstimmen möchte, folgt dem IOM Summit


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