Freitag, 19. September 2014

#ioms14: Blick zurück = Blick nach vorne, auf jeden Fall auf den Stand von heute

Der IOM Summit steht ja quasi kurz vor der Türe und es gilt, noch mal gründlich Anlauf quer durch die Postings der letzten Wochen zu nehmen, um up to date nach Köln zu reisen. Wer dies noch nicht begonnen hat, möge sich in der Tat sputen, eine Zugfahrt selbst aus dem entlegensten Winkel Deutschlands reicht nicht aus, den diesjährigen Input bereits vor dem Summit zu studieren.

Und vor allem: am heutigen Freitag fand die erste online Veranstaltung im Rahmen des #e20mooc statt (hier nachhörbar), die dank Simon Dückert bereits im Vorfeld den Blick "back to the roots", wie er es nannte, wagte: die Suche nach Definition und Greifbarkeit von Begriffen.

Ein Rückblick lohnt sich hier und da ja immer, im Rahmen des IOM meines Erachtens aber ganz besonders, denn unter dem Label Datenarchiv schlummert ein wenig Geschichte und damit zugleich Entwicklung zum Thema Enterprise 2.0:

Die damaligen drei Formate

sind die Vorläufer des IOM Summit, dem deutschen Pendant zum Enterprise 2.0 Summit, also diese Vorläufer verfügen über ihre jeweils eigenen Archive wie denn auch der IOM selbst bereits für die Jahre 2011 - 2013.

Dem Internet, das ja bekanntlich nichts vergisst, sei's gedankt, dass wir heute schauen können: wie steht es um die Aussagen früherer Jahre heute, welche Themen spiegeln den jeweiligen Stand rund um E 2.0 in diesen Jahren?

Zwei Beispiele
2006 Stichwort Erfolgsfaktoren für Enterprise Collaboration
"Man sollte die Konzepte des "Social Network" für Unternehmen nur sehr behutsam anwenden. Ein Unternehmen ist zwar ein Gebilde aus arbeitenden Menschen. Deren Erwartungshaltung ist in der Arbeitswelt aber völlig unterschiedlich im Vergleich zur sozialen Umwelt ausserhalb des Unternehmens...Das ist auch ein wichtiger Unterschied: In sozialen Netzen erfährt man Anerkennung und Belohnung, innerhalb der Arbeit hingegen möchte man neben der sozialen Anerkennung überwiegend entlohnt werden!"
2006 Stichwort Web 2.0 als Unternehmensthema?
"Der Begriff Web 2.0 wird sehr unterschiedlich belegt. Er hat technologische Aspekte, aber der Schwerpunkt liegt deutlich beim Ansatz von O'Reilly 'User-generierten Content' als Merkmal in den Vordergrund zu stellen. Es geht nicht nur um Infotainment - neue Funktionalität in Wikis, Blogs und Foren treibt auch Knowledge Management und E-Business; neue Oberflächen lassen Unterschiede zwischen Bürosoftware und Internetsoftware verschwinden; neue Services schließen auch ECM als ASP- oder OnDemand-Lösungen ein. Viele sprechen heute schon von Web 3.0, Web 3.1 oder Web 4.0."
2007 ging es bei den Intranet-Days um:
"Während die Intranet-Projekte der ersten Generation sich vielfach auf die Publikation von Kantinenplänen, Mitarbeiterlisten und internen Kommunikationsinhalten beschränkte, versteht sich die zweite Projektgeneration bereits als konkretes Arbeits- und Organisationswerkzeug für die Unternehmensmitarbeiter und -prozesse."
Noch aktuell oder sind die Kantinenpläne nur noch mobil abrufbar?

Interessant auch die Überschrift des ECM Summit 2008:
"Content als Schmiermittel für Kommunikation und Kollaboration"
Strategisches Intranet-Management, Redaktionsqualität, Dokumentenmanagement und Informationsarchitektur sind nur einige Schlagworte, die das Thema befüllten. Schon nah dran an Storytelling und Cat-Content?

Der Blick ins Archiv des IOM und seiner Vorgänger spiegelt nicht nur die Entwicklung von acht Jahren Konferenzgeschichte, sondern er spiegelt die Entwicklung von Gedanken, Good Practice, Entwicklung zum Thema E 2.0 - bereichernd, sich vor neuem Input in der nächsten Woche durch diesen Blick zurück des Entwicklungspotenzials bewusst zu werden, um dann unter anderem festzustellen: wir sind tatsächlich über die Zeit hinaus, E 2.0-Ideen wie Mantras vor uns herzutragen, wir sind bereit, die "Ärmel hochzukrempeln" und wirklich etwas umzusetzen. Was das denn nun genau sein kann, davon werden wir in der kommenden Woche mehr hören - und miteinander diskutieren.

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