Dienstag, 30. September 2014

#ioms14 in der Rückschau

Woran denkt man unterwegs auf der Autobahn, vorbei an LKW mit Aufschriften Continental, Linde, DB Schenker und zu guter letzt bei Stuttgart der unübersehbare Schriftzug von Bosch über der A8? Genau, an das Ereignis, das am 24.09.14 auf Facebook eingeläutet wurde:
"Wir starten jetzt in den zweitägigen IOM SUMMIT, die Konferenz zum Digital Workplace mit Themen wie Enterprise 2.0, Collaboration, Change, Social Business."
Eigentlich ging der IOM für mich und andere ja bereits am 23. September los mit seinem Seminarangebot, und ich pickte mir dieses heraus: Enterprise 2.0 - Skill & Performance Management mit Prof. Dr. Joachim Niemeier.
Das Seminar - ich möchte es lieber einen intensiven Workshop nennen - läutete das ein, was während des gesamten Summit zu beobachten war: obwohl E 2.0 draufsteht, fiel der Begriff Enterprise 2.0 als solcher auffallend selten. Im Workshop ging es um E 2.0, doch konkreter und auf den Punkt gebracht mit:
  • Identitäts- und Netzwerkmanagement,
  • Informations- und Wissensmanagement,
  • um Kommunikationsmanagement sowie
  • Kollaborations- und Kooperationsmanagement.
Nun legt sich der Begriff "Management" ja aalglatt über fast alle Handlungsfelder, doch die diskutierfreudige Runde um Joachim Niemeier arbeitet Ecken und Kanten der diversen "Managements" heraus:

Kompetenzen, Maßnahmen und Use Cases zu obigen Punkten befüllten am Ende der Veranstaltung nicht nur Flipcharts, sondern auch "die Köpfe" der Teilnehmenden. Die umfangreiche Praxiserfahrung von Joachim Niemeier belegte, dass das Erarbeitete nicht niedergeschriebene Worthülsen und Glaubenssätze sind, sondern praktizierte Erfahrung, und es entstand, bereichert um das Wissen der Anwesenden, eine beachtliche "Handreichung für den Weg zu Skill- & Performance Management. Mein Fazit: ich habe viel gelernt.

Am 24.09. ging es dann los, das Familientreffen des IOM Summit.

Dass die "Familie" erheblich wuchs, das belegte das geschäftige Treiben an beiden Tagen der Veranstaltung: ob Sessions, Praxis-Workshops, Keynotes, ob Diskussion am Stehtisch oder Austausch im Saal - ge- und wohl auch besprochen wurde allemal intensiv, vor Ort und im Web:

http://twazzup.com/?q=ioms14&l=all
Wer dem "Twazzup"-Link folgt, erhält einen umfassenden Eindruck vom Geschehen auf dem #ioms14 mit wertvollen weiterführenden Links. Und wird zugleich aktuell informiert über das Geschehen nach dem Event, denn selbstverständlich sammelt der Dienst die Beiträge auf Twitter in Realtime unter dem Hashtag #ioms14 - der ist schließlich zeitlos bis zum neuen Summit nächstes Jahr (#ioms15). 

Mein IOM-Fazit lautet: es war für jede und jeden etwas dabei. Wer sich bereits lange in der "Szene" tummelt, wird evtl. bei dem ein oder anderen Vortrag das ach so spritzig Innovative vermisst haben, das man denn aus alten Zeiten gewohnt ist. Doch auch wenn in diesen wenigen Fällen ein vermeintliches Deja-vu vorüberzog, so lässt sich doch festhalten: die Themen des IOM sind, da sie nun mal den Menschen zum Mittelpunkt haben, keine Rekordhalter sich hetzender Highlights.
Die Glanzpunkte liegen im individuellen Unternehmen mit seiner jeweiligen eigenen Fortschrittlichkeit und nicht in einem kollektiven E 2.0-Wettlauf. Für mich ist es vielfach noch nicht einmal so sehr die allumfassende "social"-Umsetzung als der Stolz, mit dem die Ergebnisse präsentiert werden - Stolz auf die Möglichkeiten und Entwicklungen des eigenen Unternehmens, oder, um es aus meiner Wahrnehmung abgewandelt zu sagen: Und es (das Unternehmen) bewegt sich doch.
Zu diesen vermeintlichen "Kennen-wir-Doch" gesellte sich Visionäres, besser: der digital Workplace, der weitestgehend noch futuristisch gehandelt wird, erhielt durch die Keynotes von Jane McConnellDavid Terrar (hier seine Präsentation: How does the organisation need to develop on the path to the successful digital workplace) und Johan Lange absolute Realitätsnähe, Greifbarkeit und das Selbstverständnis einer logischen, notwendigen Weiterentwicklung von Arbeitsplätzen. Meine persönlichen Highlights des Summit.
Köln machte Lust auf mehr, Lust auf den E 2.0 Summit selbstverständlich auf den IOM Summit 2015:

30.09. - 02.10.2015


Und noch ein Nachtrag:
Man möge nicht jede Diät mitmachen schrieb ich in einem Beitrag. Ist der Tweet von Joachim Niemeier eine Antwort? Denn er fragte bei Dr. CheeChin Liew nach:
Mein Gedanke zu dieser Aussage: Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Übersetzt: Wenn ich in herkömmlichen Arbeitszusammenhängen Lösungen suche, werde ich keine neuen Wege gehen können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen